Schulen im Lockdown/Salzburg: Distance Learning ab zwei Covid-Fällen pro Klasse

Eltern haben Anspruch auf Sonderbetreuungszeit / 57 Prozent Anwesenheit an den Schulen am Dienstag

Salzburger Landeskorrespondenz, 23. November 2021

(LK)  „Der Lockdown fordert Kindern, Eltern und Lehrpersonen viel ab. Umso wichtiger ist es, dass es uns gelungen ist, eine Lösung für diejenigen Kinder zu erreichen, in deren Klasse ein erhöhtes Infektionsgeschehen stattfindet“, betonen Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Bildungslandesrätin Daniela Gutschi angesichts der heutigen Einigung mit dem Bund über das Distance Learning ab zwei positiven Covid-Fällen in einer Klasse mit gleichzeitigem Anspruch der Eltern auf Sonderbetreuungszeit.

Generell gilt nun, dass Klassen ab dem zweiten Corona-Infektionsfall für mindestens fünf Tage ins Distance Learning geschickt werden. Der Ablauf wurde folgendermaßen festgelegt: Sollte in einer Klasse ein Infektionsfall auftreten, muss nur das betroffene Kind daheim bleiben. Für alle anderen Kinder läuft der Unterricht weiter, sie müssen aber fünf Tage lang täglich testen. Ab dem zweiten Fall in der Klasse wechselt die gesamte Klasse auf Grundlage einer Verordnung der Bildungsdirektion ins Distance Learning. Dort verbleiben die Kinder in der Regel für fünf Tage. Anschließend muss ein Test absolviert werden. Dann können die negativ getesteten Kinder wieder zurück in den Präsenzunterricht. Entscheidend ist, dass in der Zeit des Distance Learnings ein Anspruch der Eltern für die Sonderbetreuungszeit besteht und die Arbeitgeber die Lohnkosten vom Staat ersetzt bekommen.

57 Prozent erschienen zum Präsenzunterricht

Heute, Dienstag, kamen wieder 57 Prozent aller Schulkinder in den Präsenzunterricht, das sind rund 36.220 von insgesamt 63.705 in 350 Schulen. Im Lungau waren es 74 Prozent (1384 von 1882), im Pinzgau 70 Prozent (6.072 von 8.711), in der Stadt Salzburg 57 Prozent (12.506 von 21.922), im Flachgau 54 Prozent (8.216 von 15.155), im Pongau 51 Prozent (4.538 von 8.834) und im Tennengau 49 Prozent (3.504 von 7.201). Von den Schultypen stachen die Landesberufsschulen mit einem Wert von 85 Prozent (1.415 von 1.669) heraus. LK_211123_51 (rb/grs/sm)

Arbeitsgespräch zum Schulbeginn mit Bundesminister Heinz Faßmann im Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, im Bild: v.l. Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Landesrätin Daniela Gutschi, Bundesminister Heinz Faßmann Foto: Land Salzburg/Franz Wieser 7.9.2021

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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