142 Millionen Euro für mehr als 40 Regionen

Auftakt zur Förderperiode 2021-2027 / Salzburg verwaltet EU-Vorzeigeprogramm

Salzburger Landeskorrespondenz, 23. November 2021

(LK)  Es ist rund 142 Millionen Euro „schwer“, vereinigt 42 Regionen in sieben Alpenstaaten und steht in den Startlöchern: Beim Alpenraum-Programm sitzt Salzburg an den zentralen Schalthebeln, der erste Projektaufruf für die EU-Interreg-Initiative ist bereits lanciert. „Gerade für uns als kleines Bundesland im Herzen Europas spielt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit eine entscheidende Rolle, um Wissen aufzubauen und kritische Größen zu schaffen“, sagt Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf anlässlich der Online-Auftaktkonferenz für die Förderperiode 2021-2027.

Salzburg konnte bereits auf vielfältige Weise von alpenweiten Kooperationen profitieren, etwa beim alpinen Bauen und beim Gesundheitstourismus. „Die Zusammenarbeit mit Partnern aus anderen Alpenregionen kann zu bahnbrechenden Innovationen führen. Interreg hat somit einen ganz klaren Mehrwert“, ist Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf überzeugt.

Interreg-Alpenraumprogramm: Daten und Fakten

  • 42 Alpenregionen in 7 Staaten
  • Programmbudget: 142 Millionen Euro
  • Kofinanzierungsrate: 75 Prozent
  • Programmlaufzeit: 2021–2027
  • Verwaltungsbehörde und gemeinsames Sekretariat: Referat Regionalentwicklung und EU-Regionalpolitik des Landes Salzburg

Die Fäden laufen in Salzburg zusammen

Über Interreg fördert die Europäische Union die grenzüberschreitende Kooperation. Vor mehr als 20 Jahren wurde das Alpenraum-Programm geschaffen. Das Land Salzburg ist seitdem mittendrin und wichtiger Impulsgeber. Denn die Alpenstaaten Österreich, Deutschland, Frankreich, Slowenien, Italien, Schweiz und Liechtenstein haben das Land mit der Verwaltung betraut. Seit Sommer 2021 ist das Land Salzburg zudem Träger des Gemeinsamen Programmsekretariates.

Großes Interesse zum Start

Am Auftakt unter dem Motto „Let’s change our altitude“ nehmen rund 600 Experten online teil. Ihre Mission: Den Alpenraum als attraktiven Lebens,- Wirtschafts- und Arbeitsraum abzusichern. „Das Programm ist eines der Vorzeige-Interreg-Programme“, betont David Matzek-Lichtenstein von der Europäischen Kommission. „Als Verwaltungsbehörde hat Salzburg die Arbeiten zur Erstellung des Programms zügig vorangetrieben. Daher ist es eines der ersten Interreg-Programme, das nun startet und in dem Projektideen eingereicht werden können. Und das freut uns sehr.“ 

Kurze Wege für Salzburger Projektpartner

Die Vorteile, als Partner mit dabei zu sein, erläutert Christina Bauer, Leiterin des Referats Regionalentwicklung und EU-Regionalpolitik: „Interreg bietet nicht nur eine attraktive EU-Förderung mit 75 Prozent der Projektkosten beim Alpenraumprogramm. Da das Programm durch das Land Salzburg verwaltet wird, können die Salzburger Einrichtungen auch von kurzen Wegen zur Information und Beratung profitieren. Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität, das Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen oder das Innovationsservice für Salzburg haben bereits alpenweite Partnerschaften entwickelt und spannende Projekte realisieren können, die für das Land von großer Bedeutung sind.“

CopyrightLand Salzburg/Grafik

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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