Skispringer starten in Russland in den Weltcup

Konstante Minusgrade, eine großartige Schanzenanlage und Schneesicherheit. Das sind die Hauptgründe dafür, dass der Skisprung-Weltcup am kommenden Wochenende erstmals im russischen Nizhny Tagil seinen Auftakt findet. In den vergangenen beiden Jahren konnten die rot-weiß-roten Skisprung-Adler jeweils im polnischen Wisla den ersten Teambewerb der Saison für sich entscheiden. Heuer startet der Olympia-Winter im eisigen Ural-Gebirge.

Beim Auftakt mit dabei sind Weltmeister Stefan Kraft, Daniel Huber (im Vorjahr bester ÖSV-Adler im Weltcup), Jan Hörl, Philipp Aschenwald, Markus Schiffner sowie der Teamälteste Manuel Fettner (36) und der Teamjüngste Daniel Tschofenig. Der 19-jährige Kärntner Tschofenig hat Cheftrainer Andreas Widhölzl im Sommer durch seine konstanten Leistungen überzeugt und ist erstmals bei einem Weltcup-Auftakt mit von der Partie.

Auf die Skispringer wartet eine Saison mit vielen Highlights und Herausforderungen: Neben dem 70. Jubiläum der Vierschanzentournee (28.12.2021-6.1.2022) fiebern die Sportler den Olympischen Spielen in Peking (4.2.-20.2.2022) und der Skiflug-WM im norwegischen Vikersund (10.-13.3.2022) entgegen. Am Vikersundbakken hält Stefan Kraft immer noch seinen Weltrekord von 253,5 Metern. Darüber hinaus steht die Nationen-Wertung sowie der Gesamtweltcup im Mittelpunkt des Interesses.

Am heutigen Mittwoch fliegt die ÖSV-Mannschaft mit einem FIS-Charter nach Russland. Österreichs Skisprung-Damen starten eine Woche darauf ebenfalls in Nizhny Tagil (RUS) in den Weltcup-Winter.

ÖSV-Aufgebot: Philipp Aschenwald, Manuel Fettner, Daniel Huber, Jan Hörl, Stefan Kraft, Markus Schiffner, Daniel Tschofenig

STIMMEN

Andreas Widhölzl (Cheftrainer): „Wir haben eine arbeitsintensive Vorbereitung hinter uns. Jetzt gilt es, befreit in den Weltcup hineinzustarten. Wir wollen natürlich möglichst viele Punkte aus Russland mitnehmen. Das Wichtigste ist derzeit aber, dass  wir auf uns aufpassen und dass alle gesund durch den Winter kommen.“

Stefan Kraft: „Die Vorfreude ist riesig. Ich fühle mich bereit und bin froh, dass es endlich losgeht. Ich werde aber ohne allzu große Erwartungen in die Saison starten und nicht gleich sagen, dass ich alles in Grund und Boden springen will. Sondern ganz bei mir bleiben und mutige Sprünge auspacken.“

Daniel Huber: „Ich möchte gut in die Saison starten und den Fokus ganz bei den Schwerpunkten haben, die ich im Training gesetzt habe. Dann bin ich sehr zuversichtlich, dass das gut passen wird in Russland. Wenn ich mein Ding durchziehe, dann steht einem guten Start nichts im Weg.“

Manuel Fettner: „Beim Auftakt kommt es immer darauf an, wie schnell man sich auf die Bedingungen vor Ort einstellen kann. Mein Ziel ist es, den Aufwärtstrend, der jetzt seit eineinhalb Jahren bei mir da ist, aufrecht zu halten und eine coole Saison zu springen.“

Philipp Aschenwald: „Ich freue mich auf die Schanze in Russland. Dort bin ich schon aufs Stockerl gesprungen. Ich habe also gute Erinnerungen. Ein großer Faktor ist sicher, dass man auf sich selbst schaut und die Augen nicht zu viel bei der Konkurrenz hat. Man muss in die eigene Stärke vertrauen, dann springt man auch weit.“

Jan Hörl: „Das Besondere in Russland ist sicher, dass dort bereits tiefer Winter ist. Minusgrade. Die Schanze ist immer perfekt präpariert wie ein Teppich. Ich kann nur mein Bestes geben und meinen Job machen und was zum Schluss rauskommt, wird man dann sehen.“

Markus Schiffner: „Gut, dass es endlich losgeht. Jetzt haben wir lang genug trainiert. Russland ist denke ich ein sehr guter Ort für den Saisonstart. Ich hab mir vorgenommen, dass ich gut reinstarte in die Saison und eine gute Performance zeige. Der Rest kommt dann von selbst.“

Daniel Tschofenig: „Mein Ziel ist es, mich im Weltcup zu etablieren. Das heißt zunächst möglichst oft in den Punkterängen landen. Hier sind Leute dabei wie Stefan Kraft, die immer meine Vorbilder waren. Da möchte ich anschließen.“

Zeitplan

Freitag, 19. November
14:15 Uhr: Offizielles Training
16:30 Uhr: Qualifikation

Samstag, 20. November
15:00 Uhr: Probedurchgang
16:00 Uhr: Wettkampf

Sonntag, 21. November
15:00 Uhr: Qualifikation
16:00 Uhr: Wettkampf

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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