EDUCA: Oberösterreich – Das Land der Agrarpolitik

16 Teilnehmer, fünf Module, ein Ausbildungsprogramm: Das ist EDUCA 2021-22. Dabei erhalten junge Bäuerinnen und Bauern von über 30 Fachexperten umfassendes Wissen vermittelt. Gleich beim ersten Modul stand die neue Agrarlandesrätin Michaela Langer-Weninger den Jungbäuerinnen und Jungbauern Rede und Antwort.

Die OÖ Jungbauernschaft hat sich das klare Ziel gesetzt, Jungbäuerinnen und Jungbauern aktiv zu fördern und bestmöglich aus- und weiterzubilden. Mit dem Ausbildungsprogramm EDUCA vermitteln Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ihr Wissen. Vor allem die praktischen Erfahrungen machen den Austausch so wertvoll.

Starker Zusammenhalt in der neuen EDUCA Gruppe

Auch heuer ist wieder ein neuer Lehrgang mit mehr als 15 jungen Bäuerinnen und Bauern aus ganz Oberösterreich gestartet. Warum zum Beispiel Alexander Hochmair aus Wels-Land heuer bei EDUCA dabei ist erklärt er so: „Unser Bezirksjungbauernobmann Michael Holzleitner ist selbst EDUCA Absolvent und hat mir erzählt, wie lehrreich und vor allem lustig das EDUCA Programm für ihn war. Nachdem ich mir die Modulinhalte angesehen habe war klar: Das muss ich auch machen.“

Die bunte Mischung der teilnehmenden Jungbäuerinnen und Jungbauern deckt alle Betriebssparten, so auch Spezialkulturen, und Betriebsformen ab. Von Direktvermarktung über Urlaub am Bauernhof bis hin zu Marktfruchtbetriebe und tierhaltende Betriebe. So zeigt sich auch Jungbauernlandesobmann, Bundesobfrau-Stv. LKR Christian Lang von der neuen EDUCA-Gruppe erfreut: „Die diesjährigen Teilnehmer zeigen klar und deutlich, wie vielfältig die oberösterreichische Landwirtschaft ist. Als OÖ Jungbauernschaft ist es uns ein wesentliches Anliegen, junge Bäuerinnen und Bauern zu fordern und zu fördern.“

Neben der Wissensvermittlung werden im Zuge vom EDUCA auch zwei Projekte ausgearbeitet. Eine Gruppe ist mit der Erstellung einer „Bauern-Kampagne“ für Social-Media-Kanäle betraut. Die zweite Gruppe bearbeiten das Thema „Landwirtschaft als Klimaschützer“.

Agrarspitze im direkten Gespräch

„OÖ Bauernbund – meine Interessenvertretung“, so hieß das erste Modul des OÖ EDUCAs. Dabei zeigte Bauernbunddirektor Wolfgang Wallner die verschiedenen Aufgaben und Ziele des OÖ Bauernbundes auf. Für ihn ist die Jungbauernschaft eine wesentliche und gut eingegliederte Sektion im OÖ Bauernbund: „Die jungen Bäuerinnen und Bauern beweisen, wie motiviert und zukunftsorientiert aktuelle Probleme angegangen werden können. Als Zukunftshoffnungen möchten wir sie bestmöglich unterstützen.“

Besonders erfreut waren die teilnehmenden Bäuerinnen und Bauern über die Ausführungen der neuen Agrarlandesrätin Michaela Langer-Weninger. Aktuelle agrarpolitische Themen wie die NEC Richtlinie, das Bio-Audit und die Herkunftskennzeichnung wurden von der Landesrätin näher erklärt. Vor allem die Kommunikation zwischen der Landwirtschaft und den Konsumenten war ein heiß diskutiertes Thema, welches den jungen Bäuerinnen und Bauern am Herzen lag.

„Die Österreicher haben ein sehr positives Bild von den heimischen Bäuerinnen und Bauern. Dagegen sehen nur 51% der Landwirtinnen und Landwirte ihr eigenes Image in der Bevölkerung als positiv“, betonte die Landesrätin: „Diese Wertschätzung gilt es nun in eine entsprechende Wertschöpfung für unsere bäuerlichen Familienbetriebe umzumünzen.“

Langer-Weninger, die vor 12 Jahren selbst an EDUCA teilgenommen hat, ist sich mit den Jungbäuerinnen und Jungbauern einig: Die Landwirtschaft kann es sich nicht leisten, gegeneinander zu arbeiten, denn nur mit Geschlossenheit und Einigkeit können die Interessen der oberösterreichischen Landwirtschaft vorangebracht werden.

©OÖ JB
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Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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