Präsident Kalliauer: „Der Bericht zur weltweiten Steuergerechtigkeit untermauert zentrale Forderungen der Arbeiterkammer“

Der heute veröffentlichte Bericht des Tax Justice Networks zur weltweiten Steuergerechtigkeit („The State of Tax Justice 2021″) untermauert zentrale Forderungen der Arbeiterkammer. „Der Bericht macht deutlich, dass unser Land mit der im Oktober angekündigten Steuerreform den falschen Weg geht. Vor allem die Senkung der Körperschaftssteuer ist eine falsche Entscheidung, was wir schon öfters kritisiert haben“, sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. Dieses Steuergeschenk für Großkonzerne heize den Steuerwettbewerb noch mehr an und befeuere den Wettlauf in Sachen Unterbietung bei Gewinnsteuern.

Anstatt sich jene rund eine Milliarde Euro zu holen, die Österreich jährlich an Einnahmen verliert – insbesondere durch Steuervermeidung und Gewinnverschiebung der Multis – verteilt die Regierung weitere Milliarden-Geschenke an Unternehmen über die geplante Senkung der Körperschaftssteuer (KÖSt).

Für internationale Transparenz stark machen 

„Besser wäre es, wenn auch Österreich entschlossenen die Steuertricks der Großen bekämpft und sich für internationale Transparenz und damit auch gegen Steuervermeidung und Steuerhinterziehung stark macht“, so Präsident Kalliauer. Außerdem müsse der Mindeststeuersatz auf EU-Ebene rasch und effektiv umgesetzt werden, um endlich einen fairen Beitrag der Großen für die Allgemeinheit zu erreichen.

Mehr Druck auf „Achse der Steuervermeidung“ 

Auf EU- und OECD-Ebene sollte Druck auf die „Achse der Steuervermeidung“ (Großbritannien samt seinem Überseegebiet und Kronbesitz + Luxemburg + Niederlande + Schweiz) ausgeübt werden, die für 55 Prozent aller Steuerverluste verantwortlich ist, wie der aktuelle Bericht des Tax Justice Networks zeigt. Kalliauer: Es braucht nach der Pandemie vor allem mehr Steuergerechtigkeit! Das wird ebenfalls in diesem Bericht deutlich, in dem eine höhere Vermögenssteuer als sehr wichtig erachtet wird. Damit wird eine seit vielen Jahren gestellte AK-Forderung ein weiteres Mal bestätigt.“

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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