Armin Höfl bereit für das Weltcup-Comeback

Der ÖSV-Skibergsteiger Armin Höfl ist 14 Monate nach seinem schweren Rennradsturz bereit für sein Weltcup-Comeback. Nach einem intensiven Sommertraining, den ersten Einheiten auf Schnee und vielversprechenden Leistungstests, will der Steirer an seine Erfolge im Individual anknüpfen.

Armin Höfl zählt zu den erfahrensten Athleten im ÖSV-Skibersteiger-Kader. Bereits seit 2016 ist der 32-jährige Teil der Nationalmannschaft und kann auf eine stolze Bilanz mit einigen Top-Ten Platzierungen im Weltcup und bei Weltmeisterschaften, Österreichischen Meistertiteln sowie einem Streckenrekord bei der Mountain Attack Tour zurückblicken. „Es ging von Jahr zu Jahr stetig bergauf und es hat richtig Spaß gemacht, weil ich gemerkt habe, dass die Entwicklung in die richtige Richtung geht“, resümiert Höfl. Am Ende der Saison 2020 holte er sich, gemeinsam mit Temkollegen Jakob Hermann, noch den zweiten Platz in einem der wohl härtesten Long Distance Races, dem Transcavallo in Italien. 
Im September vergangenen Jahres ereilt den Steirer dann ein schwerer Sturz bei einer Ausfahrt mit dem Rennrad. Die Folge: Ein Oberschenkelhalsbruch und 5 Stunden später die Operation. Relativ schnell wird klar, dass die Saison für ihn gelaufen ist. „Das Schwierigste für mich war es, das zu akzeptieren und abwarten zu müssen. In der Zeit hat mir meine Familie und mein ganzes Umfeld enorm viel Kraft und vor allem Zuversicht gegeben“, erinnert sich der gelernte Zimmerer. Dabei stand für den Krakauer tatsächlich mehr auf dem Spiel, als nur die Weltcupsaison auslassen zu müssen: Erst kurz zuvor hatte er seine Einberufung als Heeressportler erhalten, die er nun nicht antreten konnte. „Das Bundesheer hat es aber glücklicherweise verschoben, so dass ich sehr dankbar bin, seit diesem Frühjahr nun Sportsoldat zu sein. Auch meine langjährigen Partner, Sponsoren und nicht zuletzt der ÖSV haben mich in dieser schwierigen Phase maximal unterstützt“, so Höfl.

***Fit für das Comeback***
Rund 14 Monate nach seinem Trainingssturz fühlt sich Höfl, der erst mit 21 Jahren zum Skibergsteigen gefunden hat, bereit für das Weltcup-Comeback. Nach einem intensiven Sommertraining, den ersten Einheiten gemeinsam mit dem ÖSV-Team auf Schnee und ausgezeichneten Werten bei den Leistungstests, attestieren ihm Nationaltrainer Andreas Eder und der sportliche Leiter im ÖSV, Georg Wörter, eine großartige Fitness. Der erste Weltcup der Skibergsteiger mit allen drei Disziplinen (Sprint, Vertical und Individual) und damit das Comeback für Armin Höfl, geht von 16. bis 19. Dezember in Adamello (ITA) über die Bühne. Bei der Zielsetzung für die bevorstehende Saison hält sich der sympathische Steirer aber noch zurück und will sich erst wieder an den Wettkampfrhythmus gewöhnen. Wer den ehrgeizigen Individualspezialisten jedoch kennt, der weiß, dass er so schnell wie möglich wieder an seine Erfolge anknüpfen möchte. „Das Highlight der Saison ist natürlich die EM in Spanien im Februar und spätestens dort möchte ich im Individual schon wieder vorn mit dabei sein“, so Höfl abschließend.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

error: (c) by salzTV