Klick nicht weg, kauf um’s Eck!

Nicht Domainendung „.at“ ist entscheidend, sondern das Gütesiegel „Österreichischer Onlineshop“
  Um die Bedeutung des heimischen Onlinehandels darzustellen und die Konsumenten für den Einkauf bei einem heimischen Unternehmen zu sensibilisieren, hat das Landesgremium Versand-, Internet- und allgemeiner Handel der Wirtschaftskammer OÖ im Sommer 2021 zum bereits dritten Mal bei IMAS eine repräsentative Studie für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren in Auftrag gegeben.

„Der österreichweite Umsatz im Onlinehandel beträgt etwas über‎ zehn Milliarden Euro. Der Wermutstropfen dabei: Weniger als die Hälfte dieses Umsatzes bleibt in Österreich, der Rest geht ins Ausland“, sagt Gremialobmann Martin Sonntag. „Immerhin sollten entsprechend den Ergebnissen der Studie laut der Mehrheit der Bevölkerung österreichische Händler unterstützt werden. Die absolute Mehrheit der Österreicher ist gänzlich der Ansicht, dass man bei österreichischen Händlern einkaufen sollte, um Arbeitsplätze in Österreich zu sichern“, zitiert Sonntag die Studie.

Die Bevölkerung misst einem Gütesiegel, das die österreichische Herkunft eines Onlinehändlers bestätigt, eine hohe Bedeutung bei. Rund ein Viertel der Bevölkerung (26 Prozent) erachtet einen derartigen Herkunftsnachweis als sehr wichtig und ein weiteres Drittel (34 Prozent) empfindet dies als einigermaßen wichtig. Unter den abgefragten Güte- und Qualitätssiegeln genießen „TÜV Süd“ (33 Prozent) und „Trusted Shops Guarantee“ (30 Prozent) die höchste Bekanntheit. „Das Gütesiegel ,Österreichischer Onlineshop‘, von der Wirtschaftskammer initiiert, weist seit 2019 einen Zugewinn an Bekanntheitswert auf 20 Prozent auf und wird unter allen elf abgefragten Güte- und Qualitätssiegeln an die vierte Stelle vorgereiht“, zeigt sich Sonntag erfreut. Die Zahl jener Befragten (36 Prozent), die keines der abgefragten Gütesiegel dem Namen nach kennt, ist seit 2017 rückläufig. „57 Prozent der Österreicher ab 16 Jahren – und damit knapp drei Fünftel der Zielbevölkerung – geben im demoskopischen Interview an, zumindest einmal im Monat etwas im Internet zu kaufen. 35 Prozent der Befragten machen hingegen keine Onlineeinkäufe oder seltener als auf monatlicher Basis. Im Vergleich zum April 2019 geben Personen dieses Mal deutlich häufiger an, zumindest einmal im Monat online einzukaufen“, sagt Paul Eiselsberg von IMAS International.

Zusammenfassend hält Gremialobmann Sonntag fest, dass es die Konsumenten selbst in der Hand haben, ob in Österreich Wertschöpfung generiert wird, heimische Händler unterstützt, in Österreich Steuern bezahlt und ob Arbeitsplätze in Österreich gesichert werden: „Nicht die Domainendung ,.at‘ entscheidet darüber, ob der Anbieter ein österreichischer Händler ist, sondern das Gütesiegel ,Österreichischer Onlineshop‘“.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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