Opfer überwies nach Liebesversprechen mehrere tausend Euro.

Bezirk Schärding

Ein bisher unbekannter Täter, der sich als ‚Nicolas Belko‘ ausgab, erschlich sich im Februar 2021 das Vertrauen einer 53-Jährigen aus dem Bezirk Schärding und veranlasste sie in der Folge unter tausendfachem Versprechen der Liebe (und der Rückzahlung des Betrages) zur Überweisung von mehreren tausend Euro auf verschiedene Konten in Deutschland und Frankreich.
Der Täter gab vor, in der Elfenbeinküste in geschäftliche Schwierigkeiten geraten und auf die dringende Hilfe angewiesen zu sein. Das Opfer ließ sich daraufhin auf die Zahlung von drei Teilbeträgen ein und überwies Geld auf das Konto eines 59-Jährigen in Bochum und auf ein französisches Konto.
Nach einer Kontoöffnung in Bochum verweigerte der 59-Jährige bei der polizeilichen Vernehmung Angaben zu Sache.

Vorsicht ist geboten!

Internetbeziehungen sind natürlich grundsätzlich möglich, wenn ihr Gegenüber jedoch Geld von Ihnen fordert, sollten Sie Vorsicht walten lassen.

• Überweisen Sie kein Geld, auch wenn ein tragischer Notfall behauptet wird.

• Achten Sie auf den Schutz Ihrer Daten und seien Sie vorsichtig, wenn Sie Details zu Ihrer Person bekanntgeben.

• Prüfen Sie die Privatsphäreneinstellungen auf Ihren Onlineprofilen.

• Seien Sie skeptisch bei unaufgeforderten Zuschriften von Damen oder Herren aus dem Internet – es handelt sich dabei um Massensendungen an viele Personen.

• Hinterfragen Sie, ob Ihre Internetbekanntschaft wirklich ähnliche Interessen hat, oder vielleicht Ihr Onlineprofil ausspioniert haben könnte.

• Geben Sie den Namen, oder das Foto Ihres Gegenübers in eine Suchmaschine ein – bei Suchtreffern können Sie davon ausgehen, dass Sie nicht der oder die einzige (E-Mail/Chatpartner – Ist eine Kleinigkeit an Anregung, zum leichteren Verständnis) sind.

• Übermitteln Sie keine Fotos oder Videos von sich selbst. Falls unangenehme Bilder und Videos veröffentlicht wurden, hilft der Ombudsmann https://ombudsmann.at/ bei der Löschung dieser.
• Decken Sie Ihre Webcam ab, solange Sie Ihrem Gegenüber nicht vertrauen. Denken Sie daran, dass alles was Sie vor der Webcam machen, vom Gegenüber aufgezeichnet werden kann.

• Oftmals hilft es eine Vertrauensperson einzuweihen, diese öffnet die Augen und hält Sie von Schaden ab.

• Lassen Sie sich nicht unter Druck setzten. Wenn das Gegenüber etwas vehement fordert oder emotionalen Druck ausübt, ist höchste Vorsicht geboten.

• Wenn Sie überwiesen, oder mit Ihrer Kreditkarte bezahlt haben, wenden Sie sich rasch an Ihre Bank, eventuell kann man noch Gelder rückbuchen oder Zahlungen stornieren.

• Scheuen Sie sich nicht, den Sachverhalt bei der Polizei anzuzeigen, es gibt viele Betroffene. Wichtig ist, dass Sie die Unterhaltungen oder Chatverläufe und die Zahlungsunterlagen mitnehmen.

Quelle: LPD OÖ

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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