LR Hattmannsdorfer und Bischof Scheuer mit klarem Bekenntnis zum Einsatz gegen extremistische Strömungen

Der erste Antrittsbesuch in seiner Funktion als Landesrat für Soziales, Integration und Jugend führte Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer heute zur Diözese Linz, einem zentralen Partner in allen drei Bereichen. Landesrat Hattmannsdorfer betonte beim Antrittsgespräch mit Bischof Dr. Manfred Scheuer und Caritas-Direktor Franz Kehrer MAS die enge Verbindung zwischen Land Oberösterreich und den Religionsgemeinschaften sowie seinen christlich-sozialen Zugang in der Sozialpolitik. Wesentliches Thema war der gemeinsame Einsatz gegen extremistische Strömungen in unserem Land.

„Die Religionsgemeinschaften sind in allen drei Bereichen einer der größten Partner für das Land Oberösterreich. Mit dem Besuch bei Bischof Manfred Scheuer und Caritas-Direktor Franz Kehrer möchte ich diese enge Partnerschaft hervorheben. Ich bedanke mich für die enge Zusammenarbeit und für die große Verantwortung, die die Kirche im Sozialbereich übernimmt“, so Hattmannsdorfer.

„Die Bindekraft in der Gesellschaft und einen breiten Dialog zu fördern, wird in den nächsten Jahren eine große Herausforderung“, betonte Bischof Manfred Scheuer. „Die Kirche will auch weiterhin verstärkt im Sozial- und Bildungsbereich ihre integrativen Beiträge leisten. Ziel muss es sein, gesellschaftlich ein Klima des Miteinanders und der Gesprächsbereitschaft in Oberösterreich hoch zu halten. Hier helfen wir gerne mit“, so Bischof Scheuer.

Gemeinsamer Einsatz gegen extremistische Strömungen & volle Unterstützung für Gedenkort am Linzer Stadtfriedhof

Im Gespräch zwischen Bischof Scheuer, Direktor Kehrer und Landesrat Hattmannsdorfer ging es auch um das gemeinsame Mahnmal am Linzer Stadtfriedhof. Mehrere Partner haben sich im letzten Jahr zusammengeschlossen, um einen Gedenkort für im Mittelmeer ertrunkene Flüchtlinge zu errichten. Die rechtsextremen Identitären stellen sich regelmäßig gegen das Projekt und stürmten Ende September deshalb sogar das Linzer Pastoralamt.

„Dieser Hass und diese Spaltung haben in unserer Gesellschaft nichts verloren. Gegen Gedenkorte zu demonstrieren ist menschenverachtend. Oberösterreich ist ein Land des Respekts. Daher weisen wir alle diese Aktionen aufs Schärfste zurück. Wir stehen gemeinsam mit allen Partnern zu hundert Prozent hinter dem geplanten Gedenkort“, so Bischof Scheuer und Landesrat Hattmannsdorfer.

Hattmannsdorfer sieht in der Sozialpolitik die christlich-sozialen Werte als Grundlage des politischen Handelns. Christlich-sozial bedeutet für Hattmannsdorfer eine enge besondere Bedeutung von Eigenverantwortung und Solidarität. „Es geht dabei um Hilfe zur Selbsthilfe und gleichzeitig mehr Hilfe für jene, die sich nicht selbst helfen können, wie Menschen mit Beeinträchtigungen“, erklärt Hattmannsdorfer seinen Anspruch in der Sozialpolitik.

„Wir müssen in allen Fragen gesamtgesellschaftliche Lösungen finden, wie zum Beispiel in der Pflege und in der Integration. Hier geht auch vieles Hand in Hand, wenn es beispielsweise gelingt, mehr Menschen mit Migrationshintergrund für einen Job im Sozialbereich zu ermutigen. ich freue mich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit dem Land Oberösterreich“, so Caritas-Direktor Kehrer.

Die Zusammenarbeit von Land Oberösterreich und Kirche zeigt sich am Beispiel des Sozialbereichs: 25 Alten- und Pflegeheime werden von konfessionellen Trägern geführt (ca. jedes fünfte Heim). Mit der Caritas gibt es zudem Kooperationen im Bereich der Integration und Flüchtlingshilfe, der Kinder- und Jugendarbeit sowie in der Arbeit für Menschen mit Behinderungen.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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