Maßnahmenpaket für Bildung und Kinderbetreuung

Länder stellen zahlreiche Forderungen an den Bund / Hausunterricht soll mehr Auflagen unterliegen

Salzburger Landeskorrespondenz, 29. Oktober 2021

(LK)  „Den Betrieb an Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen sicher aufrechtzuerhalten“, das formulierten die Landesrätinnen Andrea Klambauer und Daniela Gutschi gemeinsam mit den Ländern und dem Bund als oberstes Ziel bei der Konferenz der Landesreferentinnen und -referenten für Bildung und Kinderbetreuung heute, Freitag, in Mieming (Tirol).

Auch der Ausbau der Elementarpädagogik war Thema bei der Konferenz. Landesrätin Andrea Klambauer verwies darauf, „dass wir dazu frühzeitige Abstimmungen mit dem Bildungsministerium vereinbart haben. Frühe Bildung ist der Schlüssel für Chancengerechtigkeit. Die Mittel des Bundes müssen deshalb für die Zukunft gesichert werden. Die Länder fordern vom Bund, Quereinstiege zu ermöglichen und eine Ausbildungsoffensive. Wir brauchen bestens qualifizierte Pädagoginnen und Pädagogen, die unseren Jüngsten ein solides Fundament für ihre Zukunft mitgeben“, so Landesrätin Klambauer.

Absicherung der schulischen Tagesbetreuung

Im kommenden Jahr wird auch die Finanzierung der schulischen Tagesbetreuung durch den Bund auslaufen. Landesrätin Daniela Gutschi betonte dazu: „Deshalb fordern wir das Bildungsministerium auf, dies gemeinsam mit den Ländern und Gemeinden nachhaltig abzusichern. Für die Zeit nach dem Auslaufen braucht es eine dauerhafte Lösung zur Finanzierung der Personalkosten im Freizeitbereich für schulische Tagesbetreuungen.“

Bildung als Schwerpunkt beim Finanzausgleich

Weiters beschlossen die Länder, dem Bildungsbereich beim Finanzausgleich besonderes Augenmerk zu widmen. Beispielsweise geht es dabei um Unterstützungspersonal und Schulassistenzen an allgemeinbildenden Pflichtschulen sowie um die Erhöhung der Lehrkräfteplanstellen.

Lehrerausbildung optimieren

Eine Entschärfung des Lehrkräftemangels könnte nach Meinung der Länder durch eine Verkürzung des Studiums erreicht werden. Um die Qualität sicherzustellen, soll daher statt dem letzten Studienjahr eine verpflichtende einwöchige Fortbildung pro Jahr und darüber hinaus eine eigene sonderpädagogische Ausbildung eingeführt werden.

Neue Regeln für den Hausunterricht

Weitere Forderungen waren die Sicherstellung der Finanzierung der administrativen Assistenzen an Pflichtschulen nach Auslaufen des aktuellen Fördermodells ab September 2023, eine langfristige Absicherung der zusätzlichen Förderstunden zum Ausgleich der Lernrückstände, die wegen der Pandemie entstanden sind, sowie neue Regeln für den häuslichen Unterricht wie beispielsweise eine zweite Externistenprüfung, ein verpflichtendes Beratungsgespräch und eine standardisierte Prüfung.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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