3. Dosis COVID-19-Impfung: Land OÖ informiert die Bürgerinnen und Bürger über Termine und Impfmöglichkeiten

Mit Online-Berechnungshilfe lässt sich empfohlener Zeitraum ermitteln

Wie bei den meisten Impfungen lässt auch bei der Corona-Schutzimpfung die Schutzwirkung nach einiger Zeit nach. Für einen lang anhaltenden Schutz ist daher nach abgeschlossener erster Impfserie eine weitere Dosis notwendig. Dies trifft besonders auch für ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Immunabwehr zu. Mit dieser weiteren Impfdosis lassen sich Infektionen, Impfdurchbrüche und Krankenhausaufenthalte verringern.

„Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger mit diesen Maßnahmen rechtzeitig und direkt zum einen über die dringende Empfehlung des Nationalen Impfgremiums für die dritte Impfdosis informieren, zum anderen über die vielen Impfmöglichkeiten, die wir dafür in den kommenden Monaten anbieten. Zum Impfen stehen selbstverständlich all unsere Angebote von den Impfstraßen über die niedergelassenen Ordinationen bis hin zu den regionalen Pop-Up-Impfaktionen und dem Impfbus zur Verfügung. Ich appelliere an alle, sich an die Empfehlungen zu halten und den Impfschutz aufrecht zu halten, um sich gut gegen diesen gefährlichen Virus zu schützen“, appelliert Gesundheitslandesrätin LH-Stv. Mag.a Christine Haberlander.

Das Nationale Impfgremium (NIG) empfiehlt für einen fortgesetzten Schutz gegen eine COVID-19-Infektion eine weitere Impfdosis – abhängig von Alter, Risikogruppe und verabreichtem Impfstoff – nach sechs bis zwölf Monaten. Daher wird das Land Oberösterreich in den kommenden Wochen eine Informationsoffensive starten und als ersten Service daraus alle Bevölkerungsgruppen schriftlich per E-Mail über die Möglichkeiten und Termine für diese empfohlenen Folgeimpfungen informieren. Begonnen wird mit jenen Menschen, die sich bis Ende April zur Impfung registriert haben bzw. impfen haben lassen.

Zudem bietet das Land Oberösterreich, ab 26. Oktober 2021, eine Online-Berechnungshilfe auf www.ooe-impft.at an. Mit dieser können alle Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher den empfohlenen Zeitraum für ihre weitere Impfdosis ermitteln. Dies soll die Terminfindung für die Auffrischungsimpfung zur Aufrechterhaltung der Gesundheit wesentlich erleichtern.

Das Land Oberösterreich hat am 7. September mit den Auffrischungsimpfungen in den Alten- und Pflegeheimen begonnen. Die sogenannte „dritte Dosis“ erhalten gemäß den Anwendungsempfehlungen des Nationalen Impfgremiums (NIG) zunächst ältere Menschen und Risikopatientinnen und -patienten in den Alten- und Pflegeheimen sowie den Krankenanstalten. Mehr als 50 % der vollimmunisierten BewohnerInnen haben bereits die dritte Dosis erhalten und die Auffrischungsimpfungen bei den Bewohnerinnen und Bewohner der Alten- und Pflegeheime schreiten weiterhin gut voran.

Wo erhält man die empfohlene weitere COVID-19-Impfdosis?

  • Die Impfung ist aktuell in rund 900 Arztpraxen von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, an den öffentlichen Impfstellen des Landes und bei sämtlichen anmeldefreien Impfangeboten, wie zum Beispiel Pop-Up-Impfstraßen oder Standorten des Impfbusses in OÖ, möglich. Alle Ordinationen, die auch ordinationsfremden Patientinnen und Patienten für die COVID-19-Impfung zur Verfügung stehen, sind hier sichtlich: www.aekooe.at/patienten/covid-19-impfordinationen
  • Für die öffentlichen Impfstraßen können Termine sowohl für die Erst-, Zweit- als auch für die Auffrischungsimpfung ebenfalls über die Buchungsplattformwww.ooe-impft.at gebucht werden.

Folgende Personen sollen eine weitere Impfdosis sechs bis neun Monate nach Abschluss der Vollimmunisierung erhalten:

  • Bewohnerinnen und Bewohner von Alten-, Pflege- und Seniorenwohnheimen
  • Personen mit Vorerkrankungen und hohem oder besonders hohem Risiko (gemäß Priorisierung des Nationalen Impfgremiums)
  • Personen über 65 Jahren
  • Personen, die zweimal mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft wurden
  • Personal in Alten-, Pflege- und Seniorenwohnheimen, Personal im Gesundheitsbereich, Personal in der mobilen Pflege, Betreuung, Krankenpflege und 24-h-Pflege sowie pflegende Angehörige und Personal in pädagogischen Einrichtungen kann eine weitere Dosis bereits nach sechs Monaten und soll diese weitere Dosis nach neun bis 12 Monaten erhalten.

Alle anderen Personen sollen neun bis 12 Monate nach Abschluss der ersten Impfserie eine weitere Impfdosis erhalten.

Braucht es auch beim Einmalimpfstoff von Johnson&Johnson eine weitere Impfung?

Aktuelle Daten aus Österreich zeigen, dass der Impfschutz nach einmaliger Verabreichung des Impfstoffes von Johnson&Johnson durch eine weitere Dosis frühestens 28 Tage nach dem Erstimpftermin verbessert werden kann. Dafür soll vorzüglich ein mRNA-Impfstoff zur Anwendung kommen. Eine weitere Dosis des Impfstoffs von Johnson&Johnson ist möglich. Personen, die eine COVID-19-Impfung mit einer Dosis Johnson&Johnson erhalten haben und von COVID-19 genesen sind, sollen eine zweite Impfdosis sechs bis neun Monate nach der Erstimpfung erhalten.

Brauchen auch Genesene eine weitere Impfdosis?

  • Genesene Personen erhalten eine weitere Impfdosis in oben beschriebenen Abständen, wenn sie bisher nur einmal geimpft wurden.
  • Bei Genesenen, die bereits zwei Impfdosen erhalten haben, ist eine weitere Dosis bis auf weiteres nicht notwendig.

Bei mir sind SARS-CoV-2-Antikörper im Blut nachweisbar. Benötige ich trotzdem eine weitere Dosis?

Ja, unbedingt. Maßgeblich ist hier die Empfehlung des Nationalen Impfgremiums. Bislang gibt es noch keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, bei welchem Antikörperbefund ein ausreichender Immunschutz besteht. Daher sollte der Nachweis von SARS-CoV-2-Antikörpern kein Grund sein, auf eine zusätzliche Impfdosis zu verzichten.

Welche Impfstoffe werden verwendet?

Aktuell wird für die Folgeimpfungen der Impfstoff der Firma BioNTech/Pfizer verwendet, der als dritte Dosis nach einer primären Impfserie mit diesem Impfstoff bereits eine Zulassung der Europäischen Arzneimittelbehörde erhalten hat. Auch für den Impfstoff der Firma Moderna ist die Zulassung als dritte Dosis beantragt.

Das komplette Impfangebot in Oberösterreich nochmals im Überblick

Das Bundesland Oberösterreich setzt seit Beginn der Impfung für die gesamte Bevölkerung auf einen möglichst niederschwelligen Zugang zum Impfangebot. Dieser umfasst im Moment:

  • Fixe Impfstraßen des Landes OÖ
  • Pop-up-Impfstellen
  • Impfbusse
  • Knapp 900 registrierte Ordinationen im niedergelassenen Bereich die COVID-19-Schutzimpfungen für ihre eigenen Patientinnen und Patienten an. Rund 300 davon stellen die Impfung auch ordinationsfremden Patientinnen und Patienten zur Verfügung. Alle Informationen und Kontakte unter: https://www.aekooe.at/patienten/covid-19-impfordinationen

Alle Informationen zur COVID-19-Schutzimpfung in OÖ sowie die Adressen und Öffnungszeiten der Impfstellen wie auch die Fahrpläne der Impfbusse unter: www.ooe-impft.at

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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