Prozess gegen Kontaktmann von Wien-Attentäter

Linz. Ein 30-jähriger, gebürtiger Kosovare muss sich am Freitag im Zusammenhang mit dem Terroranschlag von Wien vor dem Landesgericht Linz verantworten. Er soll dem 20-jährigen Attentäter gefälschte Dokumente zugesichert haben.

Vor knapp einem Jahr zog der 20-jährige Terrorist eine blutige Spur durch die Wiener Innenstadt. Er ermordete vier Menschen und verletzte 22 zum Teil schwer, bevor er selbst von der Polizei erschossen wurde. Der in Linz lebende Angeklagte, der am Freitag vor Gericht steht, soll den Attentäter unterstützt haben – schon im Mai 2020, also ein halbes Jahr vor dem Terroranschlag, so Ulrike Breiteneder von der Staatsanwaltschaft im Interview mit dem ORF Oberösterreich: „Da soll er ihm zugesichert haben, dass er ihm falsche Dokumente liefert“. Mit diesen sollte er über die Türkei nach Syrien flüchten können, so Breiteneder. Zur Übergabe der gefälschten Papiere ist es allerdings nie gekommen. Angeklagt ist der 30-Jährige, der derzeit in Untersuchungshaft sitzt, wegen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und kriminellen Organisation sowie wegen der Fälschung besonders geschützter Urkunden.

Der Strafrahmen beträgt bis zu zehn Jahre Haft.

Textquelle: ooe.orf.at

Fotos©Kerschbaummayr

Terror-Prozess um gefälschte Dokumente für Wien-Attentäter

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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