Falscher Militärarzt und seine Komplizen ausgeforscht – aktuelle oö. Polizeimeldungen.

Bezirk Wels-Land

Über eine Social Media Plattform bzw. via Messenger wurde einer 46-Jährigen aus dem Bezirk Wels-Land eine Liebesbeziehung vorgetäuscht. Zwischen Februar 2021 und Juli 2021 wurde sie zu Geldüberweisungen auf ausländische Konten verleitet. Der Haupttäter täuschte vor, Militärarzt bei der deutschen Bundeswehr zu sein und beabsichtige zum österreichischen Bundesheer zu wechseln. Zudem begründete er die Geldforderungen mit Geldauslagen für neue Dokumente, Flugkosten und Auslagen für die deutsche Bundeswehr, um sich „freikaufen“ zu können. Nachdem die 46-Jährige einen fünfstelligen Betrag überwiesen hatte, kam es zu einer weiteren Geldforderung. Diesen Betrag konnte die 46-Jährige aber nicht mehr aufbringen und erstattete Anzeige bei der Polizei. Nach intensiven Ermittlungen konnten die Verdächtigen, zwei deutsche Staatsbürgerinnen, 38 und 49 Jahre alt, ein 66-jähriger deutscher Staatsbürger und eine in Italien aufhältige Verdächtige, ausgeforscht werden. Alle vier wurden bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.

Betrug auf Internetverkaufsplattformen

Bezirk Rohrbach

Ein 18-Jähriger aus dem Bezirk Rohrbach bot zwischen Mitte August 2021 und Ende September 2021 auf Internetverkaufsplattformen drei hochwertige Mobiltelefone zum Verkauf an. Die potenziellen Kaufinteressenten veranlasste er, den Kaufpreis bzw. zumindest eine Anzahlung auf eines seiner beiden Konten zu überweisen, um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Daraufhin versprach er den Käufern in zumindest acht Betrugshandlungen, ihnen die Ware unmittelbar nach Zahlungseingang zuzusenden, was der Beschuldigte jedoch unter verschiedensten Vorwänden unterließ. Weiters bot er seinen Pkw auf einer Internetplattform zum Verkauf an. Von einem interessierten Käufer ließ er sich eine Anzahlung von 150 Euro überweisen, zog dann aber das Kaufangebot zurück. Die Anzahlung behielt er aus Geldnot ein. Am 24. August 2021 unterzeichnete der 18-Jährige bei einem Autohaus im Bezirk Freistadt, ohne im Besitz der notwendigen finanziellen Mittel zu sein, einen Pkw-Kaufvertrag und gab noch diverse Extras in Auftrag. Nachdem er das Auto an sich genommen hatte, hielt er den Verkäufer mit Ausreden hin, bis dieser schließlich nach mehreren Tagen erfolgloser Urgenz Anzeige erstattete. Der 18-Jährige brachte das Fahrzeug schließlich zurück. Er wird bei der Staatsanwaltschaft Linz wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs angezeigt.

Abgängige von Polizeihund gefunden

Bezirk Kirchdorf

Ein 73-Jähriger aus dem Bezirk Kirchdorf zeigte am 19. Oktober 2021 gegen 18:35 Uhr die Abgängigkeit seiner 84-jährigen Ehefrau vom gemeinsamen Wohnsitz an. An der sofort eingeleiteten Suchaktion waren fünf Polizeistreifen und eine Diensthundestreife beteiligt. Weiters wurde zur Suchaktion auch die Freiwillige Feuerwehr alarmiert, die sich mit drei Fahrzeugen und 25 Mann an der Suchaktion beteiligte. Gegen 20:45 Uhr wurde die Abgängige von einem Polizeidiensthund in einem Nebengebäude im Keller aufgespürt. Die Abgängige war unverletzt und wurde in die Obhut ihres Ehemannes übergeben.

Bei Arbeiten mit Kreissäge schwer verletzt

Bezirk Eferding

Eine 60-Jährige aus dem Bezirk Eferding geriet am 20. Oktober 2021 gegen 8:45 Uhr beim Holzschneiden mit ihrer rechten Hand in das laufende Sägeblatt einer Tischkreissäge. Dabei wurde sie an der rechten Hand schwer verletzt. Sie schaffte es noch in das Wohngebäude zu gehen und von dort aus selbstständig die Rettung zu alarmieren. Nach der notärztlichen Versorgung wurde sie mit dem Rettungshubschrauber in das Kepler Uniklinikum geflogen.

Fußgänger von Pkw erfasst

Bezirk Rohrbach

Ein 39-Jähriger aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung fuhr am 20. Oktober 2021 kurz vor 7 Uhr mit einem Kastenwagen auf der B127 von Feldkirchen kommend Richtung Arnreit. Im Pkw befanden sich noch sein Bruder und ein Arbeitskollege. Unmittelbar davor lenkte ein 23-Jähriger aus Linz einen Firmen-Pkw. In diesem Fahrzeug befanden sich noch vier weitere Arbeitskollegen. Bei der Kleinzeller Kreuzung wollte ein 15-Jähriger aus dem Bezirk Rohrbach die B127 überqueren. Deshalb brachte der 23-Jährige seinen Pkw zum Stillstand. Der 39-Jährige dürfte diesen Bremsvorgang zu spät gesehen haben. Weil er einen Auffahrunfall vermeiden wollte, wich er rechts aus, als der 23-Jährige bereits stand. In diesem Moment querte der 15-Jährige die Fahrbahn weiter und wurde vom Kastenwagen erfasst. Durch die Wucht der Kollision wurde er ca. 10 bis 15 Meter nach vorne auf die Fahrbahn geschleudert und kam dort zum Liegen. Er war ansprechbar, erlitt aber schwere Verletzungen und wurde in das UKH Linz eingeliefert.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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