ServusTV: Schwein gehabt

„Heimatleuchten: Land der Ideen – in der südöstlichen Steiermark“, am Fr., 29.10., ab 20:15 Uhr

Es sind Geschichten, die oft von mühsamen Jahren, Fleiß und Augenblicken kurz vor dem Aufhören erzählen. Vor allem aber sind es „Mutmachergeschichten“, aus dem Land der Ideen in der Südöstlichen Steiermark.
Hier fühlt man sich sauwohl
Wenn Norbert Hackl über Fleischgenuss und seine Schweine spricht, wird schnell klar das sich der Biobauer in seiner ganz eigenen Welt bewegt. Bei 30 Tieren pro Hektar ist es wohl eher ein Himmel für Schweine, sogar auf künstliche Befruchtung verzichtet Norbert komplett. Doch auf seinem Hof geht es nicht nur um das Wohl der Schweine. Sohn Jakob hat sich auf die fast schon ausgestorbene Rinderrasse „Ennstaler Bergschecke“ spezialisiert. Eine Rasse, die in Österreich sogar einmal verboten wurde, da man sich von anderen Arten mehr Milchleistung versprach. Heute gibt es sie wieder, die Bergschecke, die zu den ältesten und seltensten Rinderrassen in Österreich gehört. Der Bauernhof hat sich durchgesetzt und steht mit seinem Durchsetzungsvermögen und Ideenreichtum sicher für den Unternehmergeist der ganzen Region.

Mit viel Druck zum Erfolg
Die Südöstliche Steiermark ist ein Land für Freigeister mit nachhaltigen Visionen. Wie der des Ex-Polizisten Johannes Koller, der den Beamtenjob gekündigt hat, um seither Kürbisse anzubauen und Kernöl zu pressen. Doch dem Druck setzt er nicht nur die Kürbiskerne aus. Heute betreibt er nämlich neben seiner Landwirtschaft mit zwei Freunden das letzte Presswerk für Schallplatten aus Vinyl in Österreich. Und das mit großem Erfolg, denn fast alle bekannten Bands aus Österreich lassen ihre Platten bei den Pressbegeisterten in Fehring herstellen.

Neuer Lebensab-Schnitt
Weil er auf den Mount Kenia wollte und dafür einen Kletterkurs brauchte, wandte sich Christoph Feichtl an die örtliche Sektion des Alpenvereins. Diese fragte, ob der geschickte Steirer nicht beim Bau des Klettersteiges auf der Riegersburg mithelfen wollte. Dort sah dann der Burgherr, Prinz Emanuel Lichtenstein, bei einer Jause zufällig eines der selbstgemachten Messer von Christoph. Der Prinz bot Christoph an, die alte Burgschmiede zu übernehmen und wo wurde Christoph inzwischen zu einem der besten Messermacher Österreichs. Manchmal ist halt eben auch König Zufall im Spiel, wenn die Lebenswege einen ungeplanten Verlauf nehmen.

© ServusTV / Christopher Kelemen

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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