WKOÖ – Entlastung erreicht: Regierung macht bei Steuerreform Nägel mit Köpfen

WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer: Jetzt präsentiertes Paket macht Aufschwung nachhaltig und lässt uns Klimaziele leichter erreichen

Österreich liegt bei der Abgabenquote seit Jahren im europäischen Spitzenfeld – nur in Schweden, Dänemark, Belgien und Frankreich wird noch mehr zur Kasse gebeten. „Die Entlastung der Unter-nehmen und aller arbeitenden Menschen war die einzige logische Antwort“, ist Doris Hummer zufrieden, dass die Regierung mit dem heute präsentierten Reformpaket klotzt und nicht kleckert. Die Einkommen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber werden steuerlich deutlich entlastet. Das stärkt die Kaufkraft und ermöglicht es Unternehmen, notwendige Investitionen rasch durchzuführen. Entlastungen für die Unternehmen gibt es u.a. mit der Senkung der Körperschaftsteuer und der Einführung eines Investitionsfreibetrages. „Dass die Körperschaftsteuer nicht auf die von der Wirtschaft geforderten 21 Prozent gesenkt wird, ist ein Wermutstropfen angesichts des internationalen Standortwettbewerbs“, gibt Doris Hummer zu bedenken.

Wohlstand erhalten, Klimaziele schaffen

  • Im Ergebnis fördert das Entlastungspaket den Aufschwung und der Arbeits- und Wirtschaftsstandort bleibt zukunftsfähig, um zwei wichtige Ziele zu erreichen: den Wohlstand erhalten und die Klimaziele schaffen.
  • Konkurrenzfähige Betriebe und – damit verbunden – zehntausende Arbeitsplätze, ein krisenfestes und generationenübergreifendes Sozialsystem sowie leistbares Wohnen und Leben in einer funktionierenden Infrastruktur. Mit einem Wort den breiten Wohlstand, den wir uns gemeinsam in Oberösterreich erarbeitet haben und der die Basis für den sozialen Frieden ist.
  • Die Wirtschaftslokomotive Oberösterreich brauchte mit ihren weltweit agierenden Leitbetrieben, den starken mittelständischen Familienunternehmen und den innovativen EPU an-gesichts der beschlossenen CO2-Bepreisung steuerliche Entlastungen bzw. eine tatkräftige Unterstützung bei der Umsetzung der notwendigen Klimaschutzmaßnahmen.

Wichtigste beschlossene Entlastungen

  • Die Lohn-und Einkommensteuer sinkt in der 2. Steuerstufe von 35 auf 30 Prozent, in der 3. Stufe von 42 auf 40 Prozent: Es bleibt mehr netto von brutto.
  • Die Körperschaftssteuer sinkt in einem ersten Schritt von 25 Prozent auf 24 Prozent, in einem zweiten Schritt auf 23 Prozent.
  • Es wird einen Investitionsfreibetrag insbesondere für Öko-Investitionen geben.
  • Einführung einer Gewinnbeteiligung für Mitarbeiter von bis zu 3000 Euro steuerfrei.
  • Härtefallregelung für besonders belastete Unternehmen.
  • Erhöhung des Gewinnfreibetrages für kleine Unternehmen von 13 auf 15 Prozent.
  • Die Grenze für die Abschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter steigt auf 1000 Euro.

Doris Hummer: „Wer Klimaziele erreichen will, muss Öko-Investitionen befeuern bzw. erleichtern: Die beschlossenen Entlastungen sind der Turbo, den der Wirtschafts- bzw. Arbeitsstandort Oberösterreich und der Klimaschutz jetzt brauchen.“

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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