Eishockey: Red Bulls mit intensivem Spielprogramm

In der bet-at-home ICE Hockey League sind bereits die ersten zwei Wochen absolviert und für den EC Red Bull Salzburg wird das Programm ab jetzt u.a. durch die Spiele in der Champions Hockey League deutlich intensiver. Am Freitag bestreiten die Red Bulls das Auswärtsspiel gegen die HC Pustertal Wölfe (19:45 Uhr) und gleich tags darauf das Heimspiel gegen den aktuellen Tabellenführer Hydro Fehérvár AV19 (Samstag, 19:15 Uhr). Ab der nächsten Woche stehen dann für den kompletten Oktober immer drei Spiele pro Woche auf dem Plan, beginnend am Dienstag mit dem CHL-Heimspiel gegen HCB Südtirol Alperia.

Wenn die Red Bulls am Freitag in Bruneck auf den HC Pustertal Wölfe treffen, ist es nicht nur die erste Begegnung beider Teams miteinander, sondern zugleich auch das erste Spiel der Pustertaler in ihrer neuen Eisarena, der 3.100 Zuschauer fassenden Intercable Arena (aufgrund der momentanen Restriktionen sind derzeit nur 1.085 Personen zugelassen). Die Red Bulls gastieren also zur Halleneröffnung beim Liga-Neuling in Bruneck und wollen gleich einen starken Eindruck hinterlassen.

Den wird es brauchen, denn im Moment sind die Pustertaler mit Platz 9 und 6 Punkten unmittelbarer Tabellennachbar der Red Bulls, die ebenfalls mit 6 Punkten auf Platz 8 rangieren. Die Mannschaft des erfahrenen Head Coaches Luciano Basile, der seit letzter Saison in Bruneck das Trainerzepter schwingt, hat gleich zum Saisonauftakt in Bratislava 3:2 und eine Woche später auch in Villach 3:2 gewonnen. Aus Székesfehérvár und letzten Sonntag aus Graz mussten die Wölfe ohne Punkte abziehen.

Ihr erfolgreichster Stürmer Johan Harju hat in den ersten 4 Spielen 3 Tore und 4 Vorlagen erzielt. Der 35-jährige Schwede war u.a. acht Jahre in der SHL unterwegs (Brynäs IF und Luleå HF) und hat mit Schweden zweimal WM-Bronze geholt. Bereits aus Bozen-Zeiten bekannt ist der Italo-Kanadier Anthony Bardaro, der im Sommer nach Bruneck wechselte und mit einem Tor und 4 Vorlagen zweitbester Scorer der Wölfe ist.

Salzburgs Verteidiger Vincent LoVerde mit Blick auf das Spiel in Bruneck: „Sie spielen erstmals in ihrer neuen Heim-Arena und werden entsprechend motiviert loslegen. Wir werden uns auf eine Mannschaft einstellen, die hart spielt und mit ihren Zuschauern im Rücken alles geben wird.“ (Aussprachehinweis: Vincent LoVerde)

Verteidiger Paul Stapelfeldt kennt die Pustertaler aus vielen AHL-Begegnungen in den vergangenen Jahren: „Sie sind sehr bissig und spielen eher defensiv orientiert. In der Verteidigung ziehen sie sich vor dem Tor eng zusammen, da heißt es für uns geduldig bleiben. Wir müssen das Spiel nicht im ersten oder zweiten Drittel entscheiden. Ich denke, wenn wir unser System durchziehen, werden die Tore früher oder später für uns fallen.“

Die Red Bulls reisen heute nach Bruneck und müssen neben JP Lamoureux auch die verletzungsbedingten Ausfälle von Lukas Schreier und Ty Loney (beide Oberkörper) verkraften. Mit auf die Reise gehen dafür der neue Torhüter Atte Tolvanen sowie Paul Stapelfeldt und Tim Harnisch, die zuletzt in der AHL eingesetzt wurden.

Samstag zuhause gegen den Tabellenführer

Am darauffolgenden Samstag bekommen es die Red Bulls mit der aktuellen Überraschungsmannschaft aus Ungarn zu tun, die die ersten vier Spiele allesamt gewonnen und mit 12 Punkten die Tabellenspitze innehat. Hydro Fehérvár AV19 kann weiterhin auf viele Stützen der Vorsaison bauen und hat mit Kevin Constantine einen neuen Trainer installiert, der die Mannschaft offenbar gut aufeinander eingestellt hat. Der 62-jährige Amerikaner hat u.a. schon drei Jahre in der Schweizer Topliga beim HC Ambrì-Piotta sowie drei Jahre in Seoul (Südkorea) in der Asia League als Head Coach gewirkt. Die letzte Saison beendete er in Polens Topliga bei Unia Oswiecim auf der Trainerbank.

Foto: EC Red Bull Salzburg/GEPA

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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