Paraski-Asse: Voller Elan Richtung Highlight-Saison



Wer im Winter schnell sein möchte, muss im Sommer hart dafür schuften. Österreichs Paraski-Asse legen derzeit den Grundstein für eine Saison, die gleich zwei Großereignisse aufbieten kann: die Weltmeisterschaften im Jänner in Lillehammer und die Paralympics im März in Peking.

Momentan absolviert der ÖSV-Kader in Saas Fee in der Schweiz bereits die dritte Trainingswoche auf Schnee binnen eines Monats. Nach zwei Camps mit Technikfokus liegt der Schwerpunkt dieses Mal auf dem Speedbereich. Saas Fee hat sich als Trainingsgebiet bereits in den vergangenen Jahren bewährt. „Der Gletscher bietet hier vom Gelände her super Möglichkeiten. Für unser Leistungslevel lässt sich alles optimal organisieren, wir haben ein sehr gutes Einvernehmen mit den Bergbahnen. Außerdem waren die Bedingungen in den vergangenen Jahren immer stabil“, betont Cheftrainer Markus Gutenbrunner.

In diesem Jahr ist der Andrang in Saas Fee aufgrund der bevorstehenden, mit Highlights gespickten Saison besonders groß. „Es sind sehr viele alpine Weltcupteams und fast alle großen Paraskiteams hier. Das ist zum ersten Mal so, seit ich dabei bin“, schildert der Coach. Im ÖSV-Team herrscht gute Stimmung. „Es sind alle sehr zielorientiert. Ich bin sehr zufrieden damit, wie es aktuell läuft“, so Gutenbrunner. 

Das Team wurde in zwei Gruppen gesplittet. Den Technikern gehören Thomas Grochar und einige jüngere Athleten an. Die Speedgruppe bilden u.a. Routinier Markus Salcher und der nach drei Jahren zurückgekehrte Monoskifahrer Roman Rabl. Wann Veronika Aigner ihr Comeback feiern kann, ist derzeit noch offen. Die sehbehinderte Rennläuferin zog sich im vergangenen Winter Kreuzband- und Meniskusrisse in beiden Kniegelenken zu. Die Niederösterreicherin befindet sich ebenso auf dem Weg zurück wie der Salzburger Christoph Schneider. Glück im Unglück hatte Michael Scharnagl: Der Athlet mit Sehbehinderung blieb im zweiten Trainingscamp in Saas Fee bei einer Torstange hängen, kam zu Sturz und zog sich dabei einen Innenbandeinriss und einen Erguss im Kniegelenk zu. Mit zwei bis drei Wochen fällt er glücklicherweise nur verhältnismäßig kurz aus. 

DICHTES PROGRAMM:
In Sachen Konditionstraining haben die rot-weiß-roten Paraskiasse im Juni und Juli bereits drei Kurse absolviert (Laa an der Thaya, Königswiesen, Klagenfurt). „Die Kondikurse waren ein voller Erfolg. Sie haben das Training aufgelockert“, sagt Markus Gutenbrunner. Weiter geht die Saisonvorbereitung des Teams Mitte Oktober in Sölden bzw. im Kaunertal und Ende des Monats auf der Resterhöhe. Genau dort wird am 27. und 28. November auch die neue Europacup-Saison mit zwei Slalombewerben eingeläutet. Eine Woche darauf sollen im Pitztal zwei Super-G und zwei Riesentorläufe folgen. Der Weltcup-Auftakt ist für 7. bis 10. Dezember in Steinach am Brenner geplant. 
Mit Beginn der Weltmeisterschaft (ab 10. Jänner), wo auch die Nordischen und die Snowboarder um Medaillen kämpfen, geht für den Paraski-Tross ein einjähriges Warten zu Ende. Denn die Titelkämpfe in Lillehammer/Hafjell hätten bereits im vergangenen Winter stattfinden sollen, wurden letztlich aber aufgrund nicht zu bewältigender Pandemiemaßnahmen verschoben. Die Paralympics in der chinesischen Hauptstadt sollen plangemäß am 4. März eröffnet werden.

Roman Rabl (Foto: ÖSV)
 



Markus Salcher (li.) und Nico Pajantschitsch. (Foto: ÖSV)



Michael Scharnagl (re.) mit seinem Guide Florian Erharter. (Foto: ÖSV)
 



Roman Rabl und Nico Pajantschitsch (Foto: ÖSV)

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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