Gewalt gegen Frau: Lebensgefährte in Haft – aktuelle oberösterreichische Polizeimeldungen

Gewalt gegen Frau – Lebensgefährte in Haft

Bezirk Vöcklabruck

Gewalt gegen Frau – Lebensgefährte in Haft

Am 19. September 2021 gegen 1 Uhr zeigte eine 36-jährige Rumänin aus dem Bezirk Vöcklabruck bei der Polizeiinspektion Vöcklabruck an, dass ihre Freundin, eine 32-jährige Rumänin, von ihrem 41-jährigen Lebensgefährten, beide aus dem Bezirk Vöcklabruck, gefährlich bedroht werde. Demnach habe er mehrmals zu ihr gesagt, dass er sie und ihre Familie erschießen werde und immer wieder betont, dass Blut fließen werde. Außerdem sei er gegenüber seiner Lebensgefährtin gewalttätig geworden, indem er ihr Gegenstände hinterher geworfen und sie aggressiv angeschrien habe. Das Opfer fertigte davon auch Videos an. Aufgrund der geschilderten Ereignisse und der eindeutigen Videos ordnete die Staatsanwaltschaft Wels die Festnahme des Mannes an. Diese wurde wenig später vom Einsatzkommando Cobra vollzogen, nachdem bekannt war, dass der Beschuldigte im Besitz mehrerer Waffen war. Nachdem die Beamten einen Zaun durchschneiden mussten, um zum Hauseingang zu gelangen, öffnete der Beschuldigte nach mehrmaligem Klopfen die Tür und ließ sich widerstandslos festnehmen. Bei der Einvernahme gab er an, sich aufgrund seiner Alkoholisierung an nichts erinnern zu können. Gegen ihn wurde ein Betretungs- und Annäherungsverbot und ein Waffenverbot ausgesprochen. Sämtliche Waffen wurden sichergestellt. Der 41-Jährige wurde in die Welser Justizanstalt eingeliefert.

Mann bei Frontalzusammenstoß getötet

Bezirk Grieskirchen

Ein 30-Jähriger aus dem Bezirk Gmunden fuhr mit seinem Pkw am 20. September 2021 gegen 8:50 Uhr auf der B135 Richtung Grieskirchen. Zur selben Zeit war ein 78-Jähriger aus dem Bezirk Grieskirchen mit seinem Wagen in der Gegenrichtung unterwegs. Aus bislang unbekannter Ursache kam es auf Höhe Umfahrung Gallspach in einer langgezogenen Rechtskurve zu einem Frontalzusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Dabei wurde der 78-Jährige so schwer verletzt, dass er trotz Reanimationsmaßnahmen noch an der Unfallstelle verstarb. Der 30-Jährige wurde schwer verletzt und nach der Erstversorgung mit dem Rettungshubschrauber „Christophorus 10“ in das Klinikum Wels geflogen.

60-Jähriger als Opfer von Internetbetrügern

Bezirk Urfahr-Umgebung

60-Jähriger als Opfer von Internetbetrügern

Im Zeitraum von 8. Juni 2020 bis 16. Juni 2020 wurde ein 60-Jähriger aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung über eine dubiose Website, die sich als weltweiter Marktführer auf den Finanzmärkten ausgab, getäuscht. Dabei wurde das Opfer per E-Mail sowie telefonisch kontaktiert. Der 60-Jährige eröffnete ein Online-Trading-Konto und führte im Zeitraum von Juni bis August 2020 in Summe sieben Überweisungen, jeweils auf ein bulgarisches Konto, durch. Dabei überwies das Opfer insgesamt eine fünfstellige Geldsumme. Im September 2020 teilten die Täter dem Opfer mit, dass sein Konto durch Gewinne auf einen Wert von über 200.000 Euro gestiegen sei. Die Auszahlung wurde ihm für Anfang 2021 versprochen, wobei er allerdings monatlich vertröstet wurde. Die Korrespondenz der Täter zum Opfer endete mit Ende Juli 2021, indem ihm mitgeteilt wurde, dass durch Verlustentwicklung das gesamte Kapital verloren gegangen sei. 
Im September 2020 traten weitere Täter mit dem 60-jährigen Opfer per E-Mail und später durch zahlreiche Telefonanrufe in Kontakt. Auch diese Täter betrieben eine gefälschte Website und täuschten damit vor, ein Handels- und Investment-Broker zu sein. Die Täter gaben sich als persönlich zugewiesene Broker, Finanzberater und später als Mitglieder einer Börsenaufsicht oder als Bankaufseher aus. Unter Verwendung eines Fernwartungsprogramms, welches das Opfer unter Anleitung der Täter auf seinem PC installierte, wurde auf dem PC ein Programm installiert, auf welchem die Kurs-, Depot- und Wertsteigerungen der verschiedenen Handelskonten visualisiert und dem Opfer vorgetäuscht wurden. 
Durch vielfaches Zureden der Täter überwies das Opfer drei Überweisungen auf ausländische Konten. Am 8. März 2021 erhielt der 60-Jährige von den Tätern 1.000 Euro von einem litauischen Konto zurück. Obwohl die Täter dem Opfer nach vermeintlich erwirtschafteten Trading-Gewinn einen Kontostand von über 80.000 Euro vortäuschten, wurde kein weiterer Betrag, trotz vielfacher Aufforderung, dem Opfer ausbezahlt, sondern der Kontakt vorläufig unterbrochen. 
Unter Vortäuschung einer Funktion der Börsenaufsicht und der Möglichkeit an das vermeintlich gesperrte Konto zu kommen, konnten die Täter das Opfer dazu bewegen, selbst ein Girokonto bei einer deutschen Bank zu eröffnen. Für die notwendigen Schließungsgebühren in Höhe von 50.000 Euro und andere Auslagen überwies das Opfer zuerst diesen Betrag auf das deutsche Konto und in einer weiteren Überweisung nochmal einen fünfstelligen Eurobetrag. 
Die Täter verschafften sich über die bereits installierte Software sodann Zugang zum deutschen Konto des Opfers, wechselten den Geldbetrag in die Kryptowährung Bitcoin und führten im selben Zusammenhang Bitcoin-Transaktionen durch, sodass das Konto des Opfers geleert wurde. Die Täter meldeten sich dann ab dem 16. April 2021 nicht mehr beim Opfer und erbrachten keine Leistung für die Zahlung. Dem Opfer ist durch den gewerbsmäßigen Betrug ein Schaden im sechsstelligen Eurobereich entstanden.

Arbeiter stürzte von Leiter

Bezirk Schärding

Ein 41-jähriger deutscher Staatsbürger montierte am 20. September 2021 gegen 8:15 Uhr an der Decke eines Firmengebäudes in Sankt Florian am Inn eine Kabelleitung. Als der Arbeiter mit der Montage fertig war, wollte er über eine Leiter wieder heruntersteigen. Dabei rutschte diese weg und der Mann stürzte etwa zweieinhalb Meter in die Tiefe. Der 41-Jährige wurde unbestimmten Grades verletzt und nach der Erstversorgung durch den Notarzt in das Krankenhaus Schärding gebracht.

Familienstreit eskalierte

Bezirk Braunau

Ein 31-Jähriger aus dem Bezirk Braunau geriet am 19. September 2021 gegen 16 Uhr bei einer Familienfeier in Pfaffstätt mit seiner 42-jährigen türkischen Tante aus Salzburg und deren 46-jährigen Lebensgefährten in Streit. Nach kurzer lautstarker Diskussion stieß der 31-Jährige seinen Kontrahenten zu Boden. Daraufhin schrie die Lebensgefährtin um Hilfe. Nachbarn eilten herbei und der 31-Jährige stieg in seinen Wagen. Nachdem die Auseinandersetzung noch weiterging, stieg der Mann wieder aus und sprang dem 46-Jährigen mit ausgestrecktem Fuß gegen den Kopf. Anschließend schlug er den am Boden liegenden Mann noch mehrmals mit der Faust gegen den Kopf und mit Kniestößen gegen die Rippen. Daraufhin flüchtete er vom Vorfallort. Gegen 17:20 Uhr konnte der 31-Jährige an seiner Wohnadresse festgenommen werden. Der 46-Jährige wurde unbestimmten Grades verletzt und nach der Erstversorgung in das Krankenhaus Braunau gebracht.

Unfall mit Fahrerflucht

Bezirk Linz-Land

Ein bislang unbekannter Autolenker war mit seinem Wagen am 20. September 2021 gegen 5:55 Uhr auf der Marchtrenker Straße, L534, Richtung Allhaming unterwegs. Dabei kollidierte dieser mit einem Reh und musste sein Auto abrupt abbremsen. Während der Lenker des nachfolgenden Pkw, ein 19-jähriger bosnischer Staatsbürger aus dem Bezirk Linz-Land, noch rechtzeitig abbremsen konnte, fuhr ein 36-jähriger nachkommender Autolenker aus dem Bezirk Linz-Land dem 19-Jährigen in das Autoheck. Dabei wurde der Beifahrer des 19-Jährigen, ein 44-jähriger bosnischer Staatsbürger aus dem Bezirk Linz-Land, unbestimmten Grades verletzt und von der Rettung in das Unfallkrankenhaus nach Linz gebracht.

Laut Angaben der Unfallbeteiligten dürfte der unbekannte fahrerflüchtige Lenker mit einem weißen Audi mit deutschen Kennzeichen unterwegs gewesen sein. Dieser wird gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Neuhofen an der Krems unter 059133/4139 zu melden.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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