Vöcklabruck – Ein neuer Stern am Bildungshimmel

Im Sommer 2019 hatte man sich zum Spatenstich versammelt – fast genau zwei Jahre später wurde der Bildungscampus Vöcklabruck offiziell seiner Bestimmung bzw. den Schülern und Pädagogen übergeben.

In der Salzburger Straße / Hatschekstraße ist ein Zentrum für einen völlig neuen Lernalltag entstanden. Nahe am Stadtzentrum wurden helle, freundliche und vor allem nach den neuesten Erkenntnissen ausgestattete Räumlichkeiten errichtet, die sich auch nach den Bedürfnissen von Kindern mit sonderpädagogischem Bedarf orientieren. Die ehemalige Pestalozzischule und die frühere Volksschule II, beide geleitet von Regina Hemetsberger, ein Heilpädagogischer Hort der Lebenshilfe, der Schülerhort der Stadtgemeinde Vöcklabruck unter der Leitung von Cornelia Erkner und die Polytechnische Schule unter ihrer Direktorin Angela Riedl haben im neuen Campus Platz und auch mehrere Rückzugsräume gefunden.

Die Sternform stellt sich wie eine Spiegelung des benachbarten Offenen Kulturhauses dar – was jedoch ursprünglich gar nicht in der Absicht der Planer lag, erzählt der Gewinner des Architektenwettbewerbes, DI Martin Urmann. Die Form ergab sich vielmehr aus der städtebaulichen Situation einerseits und der inneren Struktur andererseits. Viele Gespräche mit Direktorinnen und Pädagoginnen haben dafür gesorgt, dass wirklich die Erfahrungen der Betroffenen einfließen konnten.

Weiters war den Planenden daran gelegen, dass alle Bereiche im Sinn der kurzen Wege von einem zentralen Punkt aus erreichbar sein sollten. Urmann erläutert das Konzept: „Den Mittelpunkt des Campus bildet das skulptural ausgebildete Stiegenhaus, das nicht nur als zentrale Drehscheibe des Hauses dient, sondern in dessen Umfeld auch die wichtigsten allgemeinen Funktionen wie Aula, Bibliothek und Ausspeisung angeordnet sind.“

Damit sind die Pestalozzischule in der Laudonstraße und das Poly in der Hinterstadt, an denen der Zahn der Zeit schon sehr heftig genagt hatte, endgültig Geschichte.

Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, wurde an der Kreuzung Salzburger Straße / Schubertstraße / Sportplatzstraße ein Kreisverkehr errichtet, mit Schutzwegen und Fahrbahnteilern an allen vier Armen. Die für die Schule errichteten Parkflächen können außerhalb des Schulbetriebes vom Offenen Kultur Haus (OKH) mitgenutzt werden.

Photovoltaik-Module mit einer Leistung von 130 kWp sorgen für umweltfreundliche Energie.„Das ist nun wirklich ein Projekt für Generationen!“ freut sich Bürgermeisterin Elisabeth Kölblinger. „Es war für uns als Gemeinde ganz sicher nicht leicht, dieses Unterfangen zu stemmen – aber unsere Kinder müssen uns das wert sein.“

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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