Derzeit 21 tödliche Motorradunfälle auf zwei Rädern in OÖ

Fahrsicherheitstrainings für Moped- und Motorradlenker/innen erhöhen die Verkehrssicherheit

Abermals kam es in jüngster Vergangenheit zu tödlichen Unfällen mit motorisierten Zweirädern. So verunglückte anfangs der Woche ein 15-jähriger Mopedlenker aus dem Bezirk Grieskirchen auf dem Schulweg. „Die Entwicklungen der tödlichen Moped- und Motorradunfälle sind zu tiefst bedauerlich. Alleine in diesem Jahr haben bereits vier Mopedlenker und 21 Motorradlenker auf Oberösterreichs Straßen durch Unfälle ihr Leben verloren“, so Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner, der eine vorausschauende Fahrweise und die spezifischen Fahrsicherheitstrainings, für die es seitens des Infrastrukturressorts Unterstützungen gibt, in Erinnerung ruft.

Um den Einstieg für Jugendliche in die motorisierte Verkehrswelt zu erleichtern und sicherer zu gestalten, hat das Infrastrukturressort gemeinsam mit der AUVA die Aktion „Fahr sicher heit & morgen“ ins Leben gerufen. Gemeinsam mit Partner-Fahrschulen wird ein Fahrsicherheitstraining angeboten, das sich an der mehrstufigen Ausbildung des B-Führerscheins orientiert und so das Gefahrenpotential, das durch mangelnde Erfahrung besteht, minimieren soll. „Die Statistik beweist, dass ein großer Teil der Mopedunfälle Alleinunfälle sind. Vielfach wird die Abfolge aus Schauen, Blinken und Einordnen zu spät eingeleitet, was ein erhebliches Unfallrisiko mit sich bringt. Im Rahmen eines Perfektionstrainings werden diese und weitere Schwerpunktfelder in den Trainingsfokus genommen, um die Verkehrssicherheit zu stärken, damit unsere Jugendlichen sicher in die Schule oder zum Lehrbetrieb kommen“, erläutert Landesrat Steinkellner. Das Programm wird gemeinsam mit der AUVA finanziert und ist für 15 bis 18-Jährige völlig kostenfrei. „Wer jetzt einen Termin vereinbart, kann nochmal die Fahrstrecke üben und ist für die herausfordernden Fahrsituationen des Herbstes, durch einsetzende Dunkelheit, Laub oder schlechte Sichtbedingungen bei Nebel, gewappnet“, so Landesrat Steinkellner.

„Als sicherere Alternative zum Moped gelten Leichtkraftfahrzeuge, umgangssprachlich auch Mopedautos genannt. Diese bieten mehr Sicherheit durch die bestehende Fahrerkabine. In der Anschaffung sind diese Fahrzeuge zwar etwas teurer, amortisieren sich jedoch nach zwei bis drei Betriebsjahren, sodass der Kostenunterschied unwesentlich wird. Darüber hinaus können Jugendliche schon Praxiserfahrung für die PKW-Nutzung sammeln, was beim Umstieg auf höhere Motorisierung zu mehr Fahrsicherheit beiträgt“, fügt Landesrat Steinkellner hinzu.

Auch bei den Motorradlenker/innen fällt die bisherige Unfallstatistik trist aus. Alleine in diesem Jahr kam es bereits zu 21 tödlich verunglückten Motorradfahrer/innen. Rund 40% der heurigen Unfälle mit Todesfolge gehen somit auf die motorisierten Zweiräder zurück.

Auch für Motorradsportler/innen bietet das Resort für Infrastruktur nützliche Unterstützungen an. Alle Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher, die im Besitz eines Motorradführerscheins sind, haben die Möglichkeit, spezielle Förderungen für ein Technik- und ein Fahrsicherheitstraining zu beantragen. Ganztägige Kurse werden mit 75 Euro, halbtägige mit 40 Euro gefördert.

„Das Motorrad und das Moped verzeihen leider keine Fehler! Deshalb ist es umso wichtiger, die Angebote zur Steigerung der Fahrsicherheit in Anspruch zu nehmen. Sie sorgen damit nicht nur für Ihre eigene Sicherheit, sondern auch für die der anderen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer“, so der Appell von Landesrat Steinkellner abschließend.

Bildtext: Sicher unterwegs – LR Steinkellner bei einem Motorradfahrsicherheitstraining

Foto: Land OÖ/Denise Stinglmayr

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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