Groß-Wärmepumpen als wichtiger Beitrag zur Energiewende

„In Oberösterreich sind bereits 50.000 Wärmepumpen in Betrieb, vor allem in Einfamilienhäusern und hier wiederum vor allem im Neubaubereich. Ein großes Potenzial gibt es aber auch beim Einsatz von Groß-Wärmepumpen in Industrie und Gewerbe sowie bei Mehrfamilienhäusern. Derartige Anlagen können einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Energieeffizienz und damit zur Dekarbonisierung leisten. Oberösterreich ist hier bereits sehr aktiv und will auch in diesem Bereich zu einem Vorreiter werden“, kündigte Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner heute beim Internationalen Groß-Wärmepumpen-Kongress in Linz an. Dieser Kongress ist eine gemeinsame Veranstaltung des Österreichischen, des Schweizer und des Deutschen Wärmepumpenverbandes. Es ist dies die größte europäische Veranstaltung im Bereich großer Wärmepumpen.

„Oberösterreich steht für eine sinnvolle Verknüpfung von Ökonomie und Ökologie, wir setzen Klimaschutz mit Hausverstand um. Hier haben wir bereits eine Vorreiterrolle erreicht, nirgends sonst wird eine Tonne Stahl, ein Kilo Alu oder ein Gramm Papier so sauber produziert wie in Oberösterreich. Im Sinne einer nachhaltigen Produktion und Wärmeversorgung setzen wir auch verstärkt auf den Einsatz von Groß-Wärmepumpen“, betonte Landesrat Achleitner.

„Gerade in der Industrie ist das Potential von Groß-Wärmepumpen besonders groß. Die Effizienzsteigerung durch den Einsatz von Groß-Wärmepumpen in der Wärmerückgewinnung und energieintensiven Prozesse, wie zB Trocknungsprozessen, bietet ökonomische und ökologische Vorteile gegenüber konventionellen Verbrennungstechnologien. Insbesondere Prozesse, die große Wärmemengen auf einem vergleichsweise niedrigen Temperatur-Niveau bis 150° C benötigen, bieten optimale Einsatzbereiche“, erläuterte Landesrat Achleitner.

Groß-Wärmepumpen umfassen Wärmepumpen mit großer Leistung von 500 kW bis 30 MW, Wärmepumpen für Temperaturen zwischen 80 und 150° C und den Einsatz in Wärmeverbünden, Wärmenetze für Siedlungen, etc.

„Das Land Oberösterreich fördert Groß-Wärmepumpen etwa für Unternehmen und Gemeinden, in Verbindung mit der Bundesförderung. Zusätzlich gibt es vom Land einen Effizienzbonus und höhere Förderungen für Kaskadenlösungen, also wenn zwei oder mehrere Wärmeerzeuger zusammengeschaltet werden. Auch im Rahmen des Dekarbonisierungsprojektes NEFI, New Energy for Industry, ist eine Groß-Wärmepumpe in Uttendorf im Einsatz“, hebt Achleitner hervor.

„Oberösterreich ist das Wärmepumpen-Bundesland Nummer 1 bei den Häuslbauern und bietet die besten Rahmenbedingungen auch für die industrielle Anwendung von Groß-Wärmepumpen. Mit Groß-Wärmepumpen gelingt es, die Effizienz der Prozesse maßgeblich zu steigern, die Leistung auszubauen und den erneuerbaren Anteil deutlich zu erhöhen. Damit ist Oberösterreich auf dem besten Weg, national und international eine Vorreiterrolle für den Einsatz von Großwärmepumpen einzunehmen“, bestätigte auch Richard Freimüller, Präsident des Verbands Wärmepumpe Austria.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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