Start ins Schuljahr: Jugendrotkreuz und Schulen vertiefen Partnerschaft

Gesellschaftlicher Leistungsdruck, coronabedingte Schulschließungen und der damit einhergehende Digitalisierungsschub verschärften bildungspolitische Ungleichheiten. Seite an Seite mit engagierten Pädagogen stärkt das OÖ. Jugendrotkreuz die Lebenskompetenzen junger Menschen und intensiviert die langjährige Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten.

Sinnerfassend lesen, schreiben und rechnen zu können, ist der Schlüssel für mehr Chancengerechtigkeit und Teilhabe am Leben. Defizite führen zu gesellschaftlichem Ausschluss, schlechten Chancen am Arbeitsmarkt und gesundheitlichen Problemen. Rund 17 Prozent der 16 bis 65-Jährigen können laut Statistik nicht richtig lesen und schreiben. Sie stehen am Rand der Gesellschaft und sind von Armut sowie den daraus resultierenden gesundheitlichen Folgen bedroht. „Wir wollen Kinder und Jugendliche unterstützen, Verantwortung für sich und unsere Gesellschaft zu übernehmen. Ein dahingehendes Engagement wird immer wichtiger“, erklärt RK-Bezirksjugendkoordinatorin Birgit Huemer. Ziel ist es, junge Menschen für Bildung zu begeistern und sie in ihrer Entwicklung bestmöglich zu unterstützen. Nur so gelingt es, ihre Gedanken, Ideen und Visionen lebendig zu machen und schlummernde Potentiale zu heben.

Jugendrotkreuz hat einen gesetzlichen Bildungsauftrag

Seit mehr als 70 Jahren begleitet das Jugendrotkreuz die Bildungsarbeit an Schulen, um humanitäre Werte und Lebenskompetenzen zu vermitteln. Gemäß Rotkreuz-Gesetz und Erlass des Bildungsministeriums nimmt die Jugendorganisation hier eine besondere Rolle ein. Mit dem Schulstart vertiefen beide Partner ihre Zusammenarbeit. Vor allem im elementarpädagogischen Bereich, der Vermittlung von Ersthelfer-Kompetenzen vom Kindergarten bis zur Matura, sowie in der Aus-, Fort– und Weiterbildungsarbeit für Pädagogen. Die Jugendorganisation setzt bereits mit dem breitgefächerten ROKO-Programm im Kindergarten an und bietet zahlreiche Angebote für Schüler und Lehrer bis zum Schulabschluss. Dazu zählen beispielsweise Grundkenntnisse in Erster Hilfe, das Helfi-Programm, sowie das vielfältige Engagement in der Gewaltprävention oder im sozialen Zusammenhalt. Kurse in Babyfit, Pflegefit, die Entwicklung einer App zum Lernen für die Radfahr- und Schwimmprüfungen sowie viele weitere Aktionen komplettieren das Angebot. Um langjährige Jugendrotkreuz-Aktionen wie Radfahrprüfung, Schwimmunterricht, Leseförderung oder finanzielle Hilfen für einkommensschwache Familien in der Wahrnehmung stärker zu verankern, startete das Jugendrotkreuz die Kampagne „Wir sind da. Gemeinsam für Bildung“.

© Schwimmen ÖJRK/Holly Kellner, Lesen ÖRK/Nadja Meister, JRK-Bezirksjugendkoordinatorin Birgit Huemer OÖRK/Woitsche

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Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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