Alpinunfall 2021-09-12 Grünau im Almtal: Linzerweg – Schermberg Nordwand.

Am Sonntag Vormittag des 12. Septembers kam es am Linzerweg, Kletterroute bis zum 4 Schwierigkeitsgrad, durch die Nordwand des 2396m hohen Schermberg kurz nach 10 Uhr zu einem Absturz.
Auf einer Seehöhe von etwa 1400Hm ist dem Vorsteiger der 3er Seilschaft eine 1qm große Felsschuppe ausgebrochen. Er fiel und kollerte in Summe 50m ab und kam glücklicherweise auf einem Vorsprung zum liegen.
Da in diesem Bereich keine oder kaum Bohrhacken vorhanden sind, konnte der Sturz nicht durch das Seil abgefangen werden.
Seine Kameraden leisteten erste Hilfe und setzen einen Notruf ab. Bergrettung Grünau im Almtal und Notarzthubschrauber C14 wurden alarmiert.
Die Crew konnten die Seilschaft in der Linzerroute ausfindig machen und die verunglückten Bergsteiger direkt von der Unfallstelle mit dem Bergetau zum Wandfuß ausfliegen. Der Verletzte wurde mit dem Hubschrauber weiter ins Krankenhaus geflogen.


Im Einsatz

Bergrettung Grünau, 16Mann
Polizei Scharnstein
Notarzthubschrauber Öamtc C14 (Sützpunkt Niederöblarn)

Fotos Bergrettung Grünau

Polizeibericht/LPD OÖ:

Kletterer stürzte mit Felsschuppe ab

Bezirk Gmunden

Drei Mitglieder eines Bergrettungsdienstes stiegen am 12. September 2021 in Grünau in die Schermberg- Nordwand ein, um über die Kletterroute „Linzer Weg“ durch die Nordwand auf den Gipfel des 2396 Meter hohen Schermberg zu klettern. Alle drei Kletterer waren bestens ausgerüstet und stiegen beim Wiesenkegeln in die Tour ein. Sie kletterten in einer 3er-Seilschaft. Der untere Teil der Tour führt über schroffes, brüchiges Gelände. Unmittelbar nach dem Ausstieg aus der Schlucht kletterte der 40-Jährige im Vorstieg, am sogenannten „laufendem Seil“ um den nächsten Bohrhaken zu erreichen. In einer Höhe von etwa 1480 Meter löste sich eine etwa ein Quadratmeter große Felsschuppe, an der sich der Kletterer festhielt und samt der Platte abstürzte. Nach etwa 30 Meter zerschellte die Felsschuppe und er blieb auf einem kleinen Felsband liegen. Seine Begleiter kletterten zu dem Abgestürzten, sicherten ihn mit eigener Körperkraft, um ihn vor einem weiteren Absturz zu bewahren. Anschließend alarmierten sie die Rettungskräfte. Der Bergrettungsdienst Grünau rückte mit 16 Mann und der Alpinpolizei Gmunden zum Einsatzort aus. Der Notarzthubschrauber Christophorus C14 konnte den verletzten Bergsteiger und anschließend auch die beiden unverletzten Kletterer mittels variablem Tau aus der Wand retten. Nach der Erstversorgung wurde der verletzte Kletterer in das Landeskrankenhaus Salzburg eingeliefert.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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