Belegung der Intensivbetten gibt die Corona-Maßnahmen vor

Impfrate zu niedrig / Bund und Länder einigten sich auf Stufen-Plan ab 15. September / Strenge Kontrollen durch Polizei und Behörden

Salzburger Landeskorrespondenz, 08. September 2021

(LK)  „Der bundesweite Stufenplan bringt einen Paradigmenwechsel weg von der 7-Tage-Inzidenz hin zur Einbeziehung der Kapazitäten auf den Intensivstationen, den ich begrüße. Die Neuinfektionen und die Spitalsbelegung betreffen derzeit hauptsächlich ungeimpfte Personen, daher muss der Fokus weiterhin auf einer raschen Erhöhung der Impfrate liegen“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer nach den Gesprächen zwischen Bund und Ländern.

Die Impfrate ist noch zu niedrig, um auf begleitende Maßnahmen verzichten zu können. Die Möglichkeiten dazu sind umfangreich und es gibt genügend Impfstoff: www.salzburg.gv.at/corona-impfung 
Foto: Land Salzburg / Neumayr – Leopold

Die Eckpunkte zum bundesweiten Stufenplan ab 15. September im Überblick:

  • 10 Prozent der Covid-Intensivbetten belegt (200 Betten): Antigen-Test nur mehr 24 Stunden gültig. FFP2-Maske in Bereichen des täglichen Bedarfs (Supermarkt, öffentliche Verkehrsmittel etc.). Empfehlung FFP2-Maske auch im Handel, für ungeimpfte Personen Pflicht. 3G-Regelung bei Veranstaltungen ab 25 Personen (bisher ab 100 Personen)
  • 15 Prozent der Covid-Intensivbetten belegt (300 Betten): 2G (geimpft oder genesen) in der Nachtgastronomie sowie ähnlichen Settings wie zum Beispiel Aprés Ski und Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen ohne zugewiesene Plätze. Antigen-Selbsttests für zu Hause („Wohnzimmertests“) nicht mehr für 3G gültig.
  • 20 Prozent der Covid-Intensivbetten belegt (400 Betten): Es gilt als 3G nur mehr geimpft, genesen oder PCR-getestet
  • Die geltenden Maßnahmen – vor allem 3G und 2G – werden umfangreich und streng durch die Gesundheitsbehörden und Polizei kontrolliert werden.

Haslauer: „Nötige Maßnahmen.“

Landeshauptmann Wilfried Haslauer brachte am Mittwoch das gemeinsame Ziel von Bund und Ländern auf den Punkt: „Wir dürfen das Gesundheitssystem, sprich die Intensivstationen nicht überlasten und müssen gleichzeitig alles tun, damit Lockdowns verhindert werden. Solange die Impfrate nicht deutlich steigt, obwohl seit Monaten genügend Impfdosen kostenlos und unkompliziert zur Verfügung stehen, sind diese Begleitmaßnahmen, die hauptsächlich für Ungeimpfte gelten, leider notwendig“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer, der auch die strengen Kontrollen der geltenden Maßnahmen unterstützt und hinzufügt: „Wesentlich ist auch, dass die touristischen Herkunftsmärkte von der 7-Tages-Inzidenz zur Betrachtung der Intensivstationen übergehen, um ein einheitliches Vorgehen für die Wintersaison zu ermöglichen.“ Zum Thema Tourismus und Wintersaison wird es nächste Woche ein Gespräch mit Bundesministerin Elisabeth Köstinger und Tirols Landeshauptmann Günther Platter geben.

Corona-Impfung: Kostenlos, unkompliziert, regional

Bisher sind in Salzburg rund 56 Prozent der Gesamtbevölkerung und rund 64 Prozent der Bevölkerung ab 12 Jahre vollimmunisiert. Alle Möglichkeiten – mit und ohne Anmeldung – sich gegen das Corona-Virus impfen zu lassen: www.salzburg.gv.at/corona-impfung.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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