Obertraun: Brandereignis – Polizeihubschrauber zur Unterstützung angefordert

Am 30. August 2021 vormittags heizten zwei Angestellte im Alter von 52 und 59 Jahre, beide aus der Steiermark, in Obertraun im Zuge eines Wartungsganges oberhalb der Gleiskörper den Ofen ihrer Diensthütte ein, damit sie sich beim Abstieg dort aufwärmen können. Nachdem der Ofen befeuert wurde, stiegen beide weiter auf, um ihrer Tätigkeit nachzukommen.
Nach einiger Zeit bemerkte der 52-Jährige, dass vom Tal bzw. aus Richtung ihrer Diensthütte Rauch zu ihnen aufstieg. Aus diesem Grund stiegen er und sein Kollege wieder ab und stellten um 12 Uhr fest, dass die Hütte in Brand geraten war.
Der Brand war bereits so weit fortgeschritten, dass keine Löschmaßnahmen ohne Eigengefährdung mehr durchgeführt werden konnten. Deshalb verständigten sie unverzüglich via Notruf die Feuerwehr.
Da die Hütte ca. 120 Meter oberhalb der letzten natürlichen Wasserquelle (Hallstättersee) lag und vorerst der Aufbau einer Löschwasserleitung für die Einsatzkräfte zu gefährlich gewesen wäre (es stand im Raum, dass die Hütte bzw. Teile davon talwärts abstürzen), wurde der Hubschrauber der Flugpolizei, Libelle Oberösterreich, zur Unterstützung angefordert.
Durch den angeforderten Hubschrauber wurden ca. 11000 Liter Wasser mittels „Bambibag“ zur brennenden Hütte aufgeflogen und über dieser abgeworfen.
Der Brand konnte dadurch soweit eingedämmt werden, dass die Feuerwehr schließlich gefahrlos einen Bodenangriff mittels einer ca. 120 Höhenmeter überwindenden Pumpleitung starten und die letzten verbleibenden Glutnester ablöschen konnte.
Um 15:13 Uhr konnte schließlich Brand Aus gegeben werden.
Aufgrund der nasskalten Witterung und der daraus resultierenden Durchfeuchtung des Bodens kam es zu keinem Übergriff bzw. zu keinem Ausbreiten der Flammen auf die umliegende Vegetation, außer in einem kleinen Bereich um die Hütte.
Im Einsatz standen die Freiwilligen Feuerwehren Obertraun, Hallstatt sowie Scharnstein.
Zudem übernahm der Bergrettungsdienst Obertraun mit zehn Mann die Sicherung des Geländes sowie der Löschwasserleitung.
Weiters befanden sich drei Beamte der PI Bad Goisern sowie die Crew des Hubschraubers der Flugpolizei „Libelle Oberösterreich“ im Einsatz.
Aufgrund der Gefährdung durch herabstürzende Teile sowie für den Transport der Löschausrüstung waren die Gleiskörper der ÖBB zwischen 12:42 Uhr und 13:55 Uhr sowie zwischen 15:28 Uhr und 16:15 Uhr und der Ostufer Wanderweg in der Zeit von 12:42 Uhr und 15:07 Uhr gesperrt.
Eine Brandstiftung kann ausgeschlossen werden, die Brandursache lässt sich nicht mehr rekonstruieren, dürfte jedoch mit Sicherheit vom eingeheizten Ofen ausgehen.

Quelle: LPD Oberösterreich

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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