Neue Eisenbahnbrücke eröffnet

Am Samstag ist in Linz die neue Eisenbahnbrücke über die Donau eröffnet worden. Eine Sanierung der alten Brücke war kaum mehr möglich, bei einer Volksbefragung entschieden sich die Linzerinnen und Linzer für einen Neubau. Die 400 Meter lange Donauquerung hat rund 90 Millionen Euro gekostet. 

Am 14. November 1900 ist die erste, fast 400 Meter lange Linzer Eisenbahnbrücke, eröffnet worden. Drei Jahre lang wurde daran gebaut, als Besonderheit galt schon damals ihre Konstruktion aus genieteten Eisenträgern. Von Anfang an war sie für eine gemeinsame Nutzung von Eisenbahn und Straßenverkehr geplant. 80 Jahre später zeigte sich an vielen Roststellen, dass der Zahn der Zeit ordentlich an dem Bauwerk genagt hatte. 1981 musste die Brücke gesperrt werden. Nach 18 Monaten waren die Sanierungsarbeiten erledigt. Im Jahr 2009 wurden wieder schwere Schäden an der fast 110 Jahre alten Eisenbahnbrücke gefunden. Ein Gutachten gab ihr keine drei Jahre mehr bis zur Sperre.
Heftige und zum Teil emotionale Diskussionen wurden geführt, ob man doch wieder saniert – obwohl dann die Brücke kaum mehr befahrbar sein würde – oder ob man gleich eine neue Donauquerung bauen soll. Es kam schließlich zu einer Volksbefragung, bei der sich mehr als zwei Drittel der Linzer für einen Neubau aussprachen. Dafür musste aber einmal die alte Brücke abgerissen werden, was auch nicht ganz problemlos ablief. Im Juli 2018 fand der Spatenstich für die neue Brücke statt und es wurde drauflos gebaut. Ein paar Monate später stockten die Bauarbeiten, im August 2019 wurde auch der Grund dafür bekannt. Bei den Berechnungen der neuen Brücke hatten die Statiker auf 500 Tonnen Stahl vergessen. Dieser Fehler verzögerte die Bauarbeiten um ein weiteres Jahr. Anstatt im Sommer 2020 ist die neue Linzer Eisenbahnbrücke erst jetzt fertiggeworden. Neu gestaltet werden die „Arbeitsplätze“ am Ufer. Diese werden zu Naherholungsflächen mit Bäumen und Sträuchern rückgebaut. Dafür werden etwa Urfahraner Seite 5.000 Tonnen Granit verbaut. Auf Linzer Seite sollten kleine Schotterbuchten und Steinstufen am Wasser entstehen.

Textquelle: ooe.orf.at

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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