VKI-Test Basilikum-Pesto: Nur 5 von 13 frei von Pestizidrückständen

13 Pestos auf Basilikumbasis, darunter Markenprodukte und Handelsmarken, hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) für die September-Ausgabe der Testzeitschrift  KONSUMENT unter die Lupe genommen. Neben der Überprüfung der Zutaten wurden alle Proben auf Pestizide und Mineralölrückstände untersucht und sowohl einer Laien- als auch einer Expertenverkostung unterzogen. Im Gesamtergebnis konnten 3 Produkte das Urteil „gut“ erreichen,  8-mal wurde ein „durchschnittlich“ vergeben und 2 Erzeugnisse mussten mit „weniger zufriedenstellend“ bewertet werden. Die ausführlichen Testergebnisse gibt es ab 26. August im Testmagazin KONSUMENT und auf www.konsument.at.

Basilikum-Pesto ist als „Pesto Genovese“ hierzulande die bekannteste Pesto-Variante. Nicht zufällig enthalten 10 von 13 getesteten Pestos „Genovese“ im Produktnamen. Das traditionelle Rezept besteht im Wesentlichen aus: Basilikum, Hartkäse, Knoblauch, Olivenöl, Pinienkerne und Salz. Die Zutatenliste der Produkte im Test zeigte allerdings zum Teil erhebliche Abweichungen. So werden Olivenöl und Pinienkerne oft durch günstigere Zutaten wie Sonnenblumenöl und Cashewkerne ersetzt und auch beim Käse werden anstelle von Parmesan und Pecorino zum Teil undefinierte Sorten verwendet. Beim Basilikum sind die Hersteller ebenfalls unterschiedlich großzügig: Der Basilikumanteil der Produkte schwankte zwischen 12,8 und 58 Prozent. Statt hochwertiger Zutaten kommen häufig Aromen sowie untypische Zutaten wie Kartoffelflocken, Stärke, Reismehl und pflanzliche Fasern aus Mais oder sogar aus Bambus zum Einsatz. Drei Viertel der Produkte im Test enthielten zudem Zusatzstoffe, welche die Konsistenz verändern und die Haltbarkeit verlängern.

Im Schadstofftest wurden alle Produkte unter anderem auch auf Pestizide geprüft. Dabei stellte sich heraus, dass sich nur bei 5 Proben – sämtlich Bioprodukte – keine Pestizidrückstände nachweisen ließen. Zwar enthielt keines der getesteten Produkte so hohe Pestizidrückstände, dass der Verzehr mit einer akuten bzw. chronischen Gesundheitsgefahr verbunden wäre, aber auch niedrige Pestizidgehalte sind nicht völlig unproblematisch. Zumal sich in den betroffenen Produkten gleich mehrere Pestizide nachweisen ließen. Die Substanzen können sich gegenseitig beeinflussen und in ihren Wirkungen verstärken oder abschwächen. Die Auswirkungen solcher „Pestizidcocktails“ auf Mensch und Umwelt sind jedoch noch wenig erforscht.

„Nur bei den 5 Bio-Produkten im Test ließen sich keine Pestizidrückstände nachweisen. Wer also sichergehen möchte, sollte vorzugsweise zu Bio-Produkten greifen“, empfiehlt Teresa Bauer, Projektleiterin beim VKI. „Bioprodukte lassen sich gut am EU-Bio-Logo erkennen. Das EU-Bio-Logo besteht aus einem stilisierten Blatt auf grünem Hintergrund. Unter dem Logo müssen die Codenummer der zuständigen Kontrollstelle sowie die Herkunft der Zutaten angegeben sein. Das EU-Bio-Logo ist verpflichtend bei verpackten Bio-Lebensmitteln, die in der EU hergestellt wurden.“

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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