Zwei Medaillen für die Athleten des HSV Red Bull Salzburg bei der Fallschirmsprung Weltmeisterschaft in Russland

Inmitten der laufenden Weltcup-Saison im Fallschirm-Zielspringen, fand für zehn Athleten des HSV Red Bull Salzburg vergangene Woche das große Highlight des Jahres statt. Bei der Weltmeisterschaft im russischen Tanay sorgten die Salzburger Sportler für rot-weiß-rote Bronzemedaillen. Diese holten Sophie Grill und Sebastian Graser bei den Junioren.
Schon in der laufenden Weltcup-Saison im Fallschirm-Zielspringen konnten die Athleten des HSV Red Bull Salzburg auch auf internationaler Ebene ihre gute Form unter Beweis stellen. Eines der absoluten Highlights des Jahres stellte jedoch die Weltmeisterschaft, die von 10. bis 20. August in Russland stattfindet, dar. 
Mit zehn Athleten war der Salzburger Fallschirmverein in Kemerowo würdig vertreten. Aufgrund der Corona-Pandemie waren insgesamt nur 16 Nationen am Start, unter diesen galten die Österreicher zu Recht als Mitfavoriten auf Weltmeistertitel. Doch sowohl das Wetter als auch die Corona bedingte Verkürzung des Wettkampfes sorgte für erschwerte Bedingungen für die rund 120 Athleten in den Disziplinen Ziel- und Figurenspringen. Denn aufgrund von Wind und schlechter Sicht hieß es drei Tage lang „Stand-by“ für die Fallschirmspringer und es konnten keine Sprünge gemacht werden. Zudem herrschen in Russland komplett andere Windverhältnisse und Luftdruck, daher benötigten viele Nationen, darunter auch die Österreicher, etwas Zeit sich auf die ungewohnten Bedingungen einzustellen. Die Salzburger Fallschirmspringer konnten aber ab der zweiten Runde recht gut mit der äußerst starken internationalen Konkurrenz mithalten.

Sebastian Graser kämpfte von Beginn an bei den Junioren um den Weltmeistertitel mit. Er verpasste aber dann mit Platz drei in der Kategorie „Accuracy“ nur knapp den Sieg hinter einem Weißrussen, nachdem er sich in einem spannenden Stechen um Platz Zwei einem Russen geschlagen geben musste. In Kombination mit seinem vierten Platz in der Kategorie „Style“ ergab das den vierten Gesamtplatz bei den Junioren für den Elsbethner. „Ich habe nicht leider nicht so gut in den Bewerb gefunden, auch die Zeitumstellung und die langen Wetter-Pausen haben es nicht einfacher gemacht. Umso glücklicher bin ich nun, dass ich nach dem schlechten Start besser in den Bewerb finden konnte und mit dem dritten Platz im Stechen nochmals eine gute Leistung zeigen konnte“, freut sich der 24-jährige über Bronze bei dem Großereignis. 
Ebenfalls über eine Medaille darf sich seine Teamkollegin Sophie Grill aus Puch freuen, sie holte mit einer Spitzenleistung Bronze bei ihrer ersten Weltmeisterschaft. „
Ich bin komplett ohne Erwartungen in meine erste WM gestartet und wollte einfach nur meine gewohnte Leistung bringen und von Sprung zu Sprung schauen, wie es sich entwickelt. Dass sich nun ein Podestplatz ausgegangen ist, ist einfach nur unvorstellbar für mich nach einer so kurzen Zeit in diesem Sport. Nun freue ich mich auf die nächsten Weltcups und hoffe an diesen Erfolg anknüpfen zu können“, zeigt sich die 22-jährige überwältig von ihrem ersten WM-Erfolg.

Bei den Damen belegte die Thalgauerin Julia Schosser in einem sehr starken Starterfeld von 27 Athletinnen dank sehr guter Leistung Rang Sechs in der Kategorie „Accuracy“. 
In der Teamwertung holte sich der HSV Red Bull Salzburg (Michael Löberbauer, Manuel Sulzbacher, Sebastian Graser, Ivyalo Delev und Gernot Alic (HFSC Freistadt)) den hervorragenden sechsten Platz im Zielspringen.
Beeindruckt zeigten sich die Athleten vor allem vom organisatorischen Aufwand, der hinter dieser Weltmeisterschaft stand. 

Als Nächstes geht es nun mit dem Heimbewerb der Salzburger Fallschirmspringer weiter. Beim Weltcup in Thalgau, der von 27. bis 29. August und nach einem Jahr Pause wieder stattfindet, möchten sie als Mitorganisatoren natürlich auch in den vorderen Rängen mitmischen und, wie schon in den vergangenen Jahren, vor heimischem Publikum triumphieren.

Fots:©HSV Red Bull Salzburg

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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