Salzburger Feuwerhrleute in Griechenland eingesetzt

Bericht: 13. August:

Nach einem detaillierten Briefing durch den befehlshabenden Offizier der zuständigen Feuerwehr hat das Waldbrand-Modul das Camp bezogen und die erste Einsatzstelle in Angriff genommen. Einsatzgebiet ist in Lalas.

Ein Flammen Inferno, wie in den Medien gezeigt wurde, ist nicht mehr zu sehen! Das konnte durch Regen und vorangegangenen Löscharbeiten bereits bekämpft werden. Für das Team bestehend aus Salzburgern und Tirolern heißt es nun Glutnester zu sichten und zu bekämpfen. Das steile Gelände stellt dabei eine große Herausforderung dar!

Das Team hält tapfer durch und stellt sich den Aufgaben! Temperaturen um die 40 Grad machen die ganze Sache nicht einfacher.

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Eine Drohne mit modernster Software hilft den Einsatzkräften in Griechenland, um frühzeitig Glutnester zu erkennen und zu bekämpfen.

Zahlreiche Einsatzkräfte aus Salzburg und Tirol sind derzeit in Griechenland mit dem Waldbrand-Modul GFFFV Austria im Einsatz und unterstützen mit modernster Technik die aufwändigen und kräfteraubenden Nachlöscharbeiten im Schadensgebiet rund um die antike Stadt Olympia. Das dem Salzburger Modul anvertraute Gebiet umfasst 10.000 Hektar mit extrem exponiertem und unwegsamem Gelände.

„Nachdem das Flammen Inferno bereits gelöscht ist und die zum Teil evakuierten Bewohner wieder in ihre Dörfer zurückgekehrt sind, gilt es „nachhaltig Sicherheit“ zu vermitteln“, erklärt Team Leader Carlo Vanzini. „Am wichtigsten ist es, die vielen noch vorhandenen Glutnester frühzeitig zu erkennen und zu bekämpfen, bevor die Flammen wieder auflodern.“

Für die frühzeitige Erkennung sämtlicher Glutnester wird eine Drohne mit modernster Software eingesetzt, mit der mittels Kamera und Wärmebildkamera die Gegend erkundet wird und die Bodentruppen, als auch die eingesetzten Fahrzeuge und die verfügbare Flugunterstützung zielgerecht geleitet wird. Seit Ankunft der Mannschaft konnte die Drohne bereits mehrere „Hotspots“ ausfindig machen und hat bereits etliche Flugstunden hinter sich.

Das Kamerabild der Drohne wird über einen Livestream in Echtzeit zum Bediener in das Einsatzleitfahrzeug übertragen, um auch in der Einsatzleitung jederzeit einen Überblick über die Lage zu gewährleisten.

Vor allem in der Nacht erleichtert diese Technik den Einsatz und macht eine Arbeit in den Nachtstunden und somit auch den Schichtbetrieb überhaupt erst möglich.https://www.youtube.com/embed/U0ZW82j55FA?feature=oembedDrohnenaufnahmen aus dem Einsatzgebiet Lalas ©LFV Tirol

„Die bundesländerübergreifende Zusammenarbeit zwischen Salzburg und Tirol funktioniert perfekt. Auf der einen Seite unser Team aus Salzburg und auf der anderen Seite die Drohne samt unterstützender Software mit geschulter Mannschaft aus Tirol. Ein vorbildlicher Einsatz der für rasche Hilfeleistung im Ausland sorgt.“, so Landesfeuerwehrkommandant LBD Günter Trinker.

Auch der Tiroler Landes-Feuerwehrkommandant LBD Ing. Peter Hölzl unterstützt die Zusammenarbeit in Griechenland: „Nachdem wir uns in Tirol seit über 30 Jahren mit der Waldbrandbekämpfung beschäftigen, ist es selbstverständlich, dass wir das Salzburger Waldbrand-Modul mit unserem Know-how und den Möglichkeiten der Feuerwehrdrohne unterstützen. Zugleich können unsere Kameraden dabei wertvolle, internationale Einsatzerfahrung sammeln und diese anschließend in die Weiterentwicklung der Waldbrandbekämpfung in Österreich einbringen.“

Vom Lernfaktor berichtet auch Jörg Degenhart, Leiter des Sachgebiets Flugdienst und Waldbrandbekämpfung im Österreichischen Bundesfeuerwehrverband: „Gerade die Glutnester im Boden können bei entsprechendem Wind schnell ein Spotfeuer auslösen und die Brände neu entfachen. Durch punktgenaue GPS-Lokalisierung durch die Tiroler Drohne und Koordinaten-Einweisung der Bodentrupps haben wir schon viele Glutnester entfernt – zum Schutz der Anwohner, die sich mehr als dankbar und gastfreundlich über unseren Einsatz zeigen.“

Text: LFV Salzburg

Quelle: Landesfeuerwehrverband Salzburg

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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