2. Liga: Liefering verliert in Lustenau

SC AUSTRIA LUSTENAU VS. FC LIEFERING; 2:1 (2:1). TORSCHÜTZEN: GRABHER (24.), WALLACE (38.) BZW. OWUSU (26.)

Spielbericht: FC LIEFERING; Fotos Red Bull/GEPA Pictures

Während die Aufhauser-Truppe in Sachen Spielkontrolle obenauf ist, fehlt speziell im zweiten Abschnitt lange die Durchschlagskraft. Die Ländle-Kicker bestechen indes durch ihre Cleverness und erben trotz einer Expected-goals-Bilanz von 1,1 zu 2,3den 2:1-Heimerfolg im Spitzenspiel.

SPIELBERICHT

Nach einer Anfangsphase des Abtastens verzeichneten unsere Burschen die erste Top-Gelegenheit: Elias Havel entdeckte Dorgeles Nene in der Mitte, um Nuancen verfehlte der Malier die Hereingabe. Lustenau hielt sich zu Beginn bedeckt, den Premieren-Betriebsausflug nach vorne krönten die Vorarlberger aber prompt mit der Führung. Einen Wallace-Schuss kratzte Adam Stejskal an den Pfosten, der Abpraller landete vor den Füßen Grabhers – die Hausherren führten (24.). Die Aufhauser-Elf ließ sich davon beileibe nicht beirren, praktisch im Gegenzug stellte Startelfdebütant Daniel Owusu alles auf null: Mamady Diambou lancierte Nene mit einem Traumpass, diesen verfolgte Keeper Schierl, sodass Owusu den Querleger nur noch vergolden musste (26.)!

Die Begegnung gestaltete sich in der Folge offener. Erst zirkelte Saracevic einen Fernschuss zart am linken Eck vorbei, dann rettete Schierl seine Farben aus kurzer Distanz mirakulös – Owusu hatte die Führung auf dem Fuß. Konnten die Lieferinger in Minute 35 noch von Glück reden, dass Stefanon nach einer Wallner-Schlafmützigkeit am Aluminium scheiterte, war es drei Zeigerumdrehungen später so weit: Ein Major-Klärungsversuch gelangte via Diambou billardartig zu Wallace, der Stejskal keine Chance ließ (38.). So gingen die Hausherren mit einer etwas schmeichelhaften Führung in die Katakomben.

Obwohl unsere Burschen nach Wiederanpfiff die Spielkontrolle innehatten, waren es die Vorarlberger, die die konkreteren Chancen vorfanden: Nach einem Saracevic-Energieanfall grätschte Stefanon in die Kugel, Stejskal war zur Stelle. Und im Anschluss parierte sich wiederum Stejskal wohl in den Jahresrückblick – Hugonet schädelte das Leder Richtung Gehäuse, mit einem Weltklasse-Reflex verhinderte unser Rückhalt den Einschlag!

Im Schlussakt gaben seine Vorderleute den Ton an, sie schnupperten am Ausgleich. Allerdings blieben Hochkaräter lange Mangelware: Ein Nene-Schlenzer fiel zu zentral aus, ein Simic-Vortrag aus spitzem Winkel blieb unbelohnt. Zudem landeten mehrere Distanzversuche in den Abwehrbeinen. Zwar kassierte Lustenau-Debütant Juninho Bala Gelb-Rot (89.), da aber sowohl Federico Crescenti als auch Dijon Kameri und Simic in den hitzigen Schlusssekunden ohne Fortune blieben, war die erste Saisonniederlage besiegelt.

STATEMENT

Rene Aufhauser:

Wir haben den Start nicht gut hingebracht, die ersten 20 Minuten etwas verschlafen. Das haben die Lustenauer eiskalt ausgenutzt. Wir haben in der Folge schon gut gespielt, fanden auch Chancen auf den Ausgleich vor. Die Burschen haben die Kontersituationen aber etwas zu hektisch, zu unsauber zu Ende gebracht. Bei den Gegentoren war es phasenweise zu passiv, da haben wir uns individuell auch nicht geschickt verhalten. Dennoch kämpften sie bis zum Schluss aufopferungsvoll um den Ausgleich, kein Vorwurf an die Burschen!

DATEN & FAKTEN

Aufstellung: Stejskal – Böckle, Wallner, Okoh, Major (56. Atiabou) – Diambou, Sahin (70. Baidoo), Owusu (56. Simic) – Nene (82. Crescenti), Forson – Havel (56. Kameri)
Gelbe Karten: Wallner (29./Foul), Diambou (70./Foul), Simic (90./Unsportlichkeit)
Zuschauer: 2.200
Schiedsrichter: Alain Sadikovski

Tabelle

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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