Landesrat Achleitner: Bund soll soziale Abfederung beim Ölheizungstausch rasch umsetzen

„Einkommensschwache Haushalte haben oft überdurchschnittlich hohe Energiekosten, da sie meist über deutlich ältere und ineffizientere Heizsysteme verfügen. Diese fossilen Heizungen sind überdies noch schädlich fürs Klima. Zugleich fehlen Einkommensschwächeren naturgemäß die Mittel für den Umstieg auf nachhaltige und effizientere Heizsysteme, die sowohl die Geldbörse als auch die Umwelt schonen. Daher sollte Umweltministerin Gewessler so rasch als möglich die angekündigte soziale Abfederung beim Ölheizungstausch umsetzen. Das Land Oberösterreich steht jedenfalls bereit, diese höhere Förderung vom Bund durch eigene Mittel weiter aufzustocken, konkret um 3.500 Euro“, betont Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner.

„Wir wollen Oberösterreich zur Vorreiterregion bei der Energiewende machen. Hier setzen wir vor allem auf den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien in den verschiedensten Bereichen, so auch beim Heizen. Dabei konnten in den  vergangenen Jahren bereits große Fortschritte erzielt werden, mehr als 60 % der Raumwärme kommen in Oberösterreich bereits aus erneuerbaren Energieträgern und Fernwärme. Damit geben wir uns aber nicht zufrieden, daher wollen wir mit attraktiven Förderungen einen starken Anreiz für den Ausstieg aus dem Heizen mit Öl bieten“, erklärt Landesrat Achleitner. „Das zeigt auch bereits Wirkung: Alleine in den vergangenen zwei Jahren wurden mehr als 7.000 alte, fossile Heizkessel in Oberösterreich auf erneuerbare Heizungen getauscht. Österreichweit wurden damit 24 Prozent aller in Österreich geförderten und getauschten Heizkessel in Oberösterreich getauscht, obwohl Oberösterreichs Anteil an den österreichischen Ölheizungen nur etwa 17 Prozent beträgt. Damit liegt unser Bundesland an der Spitze beim Ausstieg aus dem Heizen mit Öl“, hebt Landesrat Achleitner hervor.

„Doch für uns war auch immer klar, dass die Energiewende nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sozial verträglich sein muss“, unterstreicht Landesrat Achleitner weiters. „Klimaschutz darf gerade Einkommensschwächere nicht auch noch zusätzlich belasten. Daher soll es für Haushalte mit geringem Einkommen für den Ausstieg aus fossilen Heizsystemen eine deutlich höhere Förderung geben. Die zuständige Bundesministerin hat eine derartige soziale Absicherung der Energiewende bereits angekündigt, jetzt sollen den Ankündigungen auch rasch Taten folgen. Oberösterreich ist jedenfalls bereit, einen wesentlichen Beitrag zu leisten und die Bundesförderung mit 3.500 Euro zusätzlich aufzustocken“, so Landesrat Achleitner.

„Diese Zusatzförderung von OÖ liegt deutlich über den Beträgen, mit denen das Land derzeit den Ölheizungstausch für die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher fördert, zum Beispiel im Vergleich zur durchschnittlichen Wärmepumpen-Förderung in Höhe von 1.745,63 Euro würde das sogar eine Verdoppelung bedeuten“, erläutert Landesrat Achleitner.

Unabhängig von der sozialen Abfederung der Energiewende fördert das Land OÖ nach wie vor den Ölheizungstausch im aktuell laufenden „AdieuÖl“-Programm: „In der Regierungssitzung am kommenden Montag sollen wieder Budgetmittel in Höhe von 1,4 Mio. Euro beschlossen werden, mit denen auch weiterhin der Ersatz von fossilen Heizungen durch Wärmepumpen, Fern- und Nahwärmeanschlüssen sowie thermische Solaranlagen in Oberösterreich gefördert werden kann“, betont Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner.

Unter dem Motto „Adieu Öl“ fördert das Land OÖ den Austausch alter fossiler Heizungen durch nachhaltige und energieeffiziente Heizsysteme. Um die Energiewende auch sozial verträglich zu gestalten, fordert Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner eine höhere Förderung für Einkommensschwächere durch den Bund, die dann von OÖ weiter aufgestockt werden würde. Foto: Land OÖ

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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