Vorbereitung der ÖSV-Skibergsteiger im Leistungszentrum Hochfilzen

Die ÖSV-Skibergsteiger bereiten sich derzeit beim ersten offiziellen Kadertraining im modernen nordischen Leistungszentrum von Hochfilzen auf die kommende Saison vor. Das Team rund um U20-Doppelweltmeister Paul Verbnjak will nahtlos an die guten Erfolge des letzten Winters anknüpfen.

Ruhig, konzentriert und fokussiert drehen die ÖSV-Skibergsteiger auf der Rollerstrecke im Biathlonstadion von Hochfilzen ihre Runden. Technik, Stabilisation und Ausdauer stehen für das erste offizielle Kadertraining der Saison auf dem Plan. Neben dem zweifachen U20-WM-Sieger des letzten Winters, Paul Verbnjak, nutzen Athletinnen und Athleten aus allen Kadern die Gelegenheit zum Training in der Biathlon-Hochburg und der umliegenden Region. „Hier im modernen nordischen Leistungszentrum finden wir alle Möglichkeiten, um an der Technik zu feilen. Zum Imitations- und Ausdauertraining bietet das PillerseeTal ein abwechslungsreiches Terrain, das alle Bereiche abdeckt“, erklärt der sportliche Leiter Georg Wörter. So wird etwa die, bis zu 15 Grad steile und rund 5 Kilometer lange Mautstraße zur Waidringer Steinplatte beim morgendlichen Training unter die Skiroller genommen – „am besten zweimal“, wie es im Trainingsplan vermerkt ist. Aber nicht nur bergwärts kommt es bei den Skibergsteigern auf Technik, Kraft und Ausdauer an. Die Kombination von Aufstieg und anschließender Abfahrt in kaum präpariertem Gelände verlangt ein vielseitiges Athletenprofil, so dass einige der Kaderläufer auch in anderen Disziplinen regelmäßig um Spitzenplatzierungen kämpfen. „Einige unserer Athleten sind im Sommer beim Trailrun, Marathon oder im Rennradsport erfolgreich. Deshalb sind bei unseren Trainingscamps oftmals auch nicht alle Kadermitglieder anwesend, sondern trainieren nach individuellen Plänen“, erläutert der sportliche Leiter.


Nahtlos an die Erfolge des letzten Winters anknüpfen

Mit zwei WM-Goldmedaillen und mehreren Weltcupsiegen des Kärntners Paul Verbnjak in der Klasse U20 sowie zahlreichen Top-Ten-Resultaten konnte das ÖSV-Aufgebot im letzten Winter eine sehr gute Bilanz vorweisen. „Wir haben uns in den letzten Jahren stetig verbessert und bewegen uns nun etwa auf einem Niveau mit den Teams aus Deutschland und Spanien“, schätzt Wörter die aktuelle Situation ein. Mit der Optimierung des Trainings wollen die ÖSV-Athleten in der kommenden Saison aber zu den Top-Nationen Italien, Schweiz und Frankreich aufschließen. Ziel ist es, nahtlos an die Erfolge des letzten Winters anzuknüpfen und regelmäßig Top-Platzierungen zu erreichen. Großes Augenmerk liegt zudem auf den Newcomern im Team, die in den nationalen Rennen bereits positiv aufzeigen konnten und nun behutsam aufgebaut werden. Dazu bietet der kommende Winter reichlich Gelegenheit, denn der Rennkalender im Ski Mountaineering ist dicht gedrängt. Neben dem Austria Cup und den Österreichischen Meisterschaften stehen Weltcuprennen von Andorra bis in die Türkei auf dem Programm. Das Highlight der Saison, die Europameisterschaft geht im Februar in Spanien über die Bühne und hier will auch Paul Verbnjak wieder ganz vorne mitmischen, der auch bei seinen Kolleginnen und Kollegen im ÖSV-Team noch viel Potential sieht: „Unsere Mannschaft wird immer stärker und auch von den Damen wird in kommenden Winter, speziell auch bei der EM, einiges zu erwarten sein“, so der zweifache U20-WM-Sieger.

Der sportliche Leiter Georg Wörter, Julian Tritscher, Paul Verbnjak und Andreas Mayer (v.l.n.r.) | Foto: Weigl |



Intensive Skirollereinheiten standen in Hochfilzen auf dem Programm (v.l.n.r.: Andreas Mayer, Julian Tritscher, Georg Wörter und Paul Verbnjak) | Foto: Weigl |

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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