Landesrat Achleitner: Neues Projekt – Mülltonnen aus Recyclingkunststoff leisten Beitrag zum Klimaschutz

Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner: „Bundesländerübergreifendes Kooperationsprojekt stärkt Oberösterreichs Vorreiterrolle in Sachen Kreislaufwirtschaft“

Oberösterreich soll in den nächsten Jahren zur Modellregion für nachhaltige Kunststofflösungen werden. Dafür braucht es innovative Ideen, wie Kreisläufe sinnvoll geschlossen werden können. In einem aktuellen Kooperationsprojekt des Kunststoff-Clusters, das vom Land OÖ gefördert worden ist, haben Betriebe entlang der gesamten Kunststoff-Wertschöpfungskette eine Mülltonne aus 100 % Recyclingkunststoff entwickelt, die einen minimalen ökologischen Fußabdruck aufweist. Die M2 Consulting GmbH aus Hartkirchen und die Johannes Kepler Universität Linz waren federführend an diesem Projekt beteiligt. „Dieses Kooperationsprojekt zeigt einmal mehr, dass Oberösterreich bereits eine hohe Kompetenz auf dem Gebiet der Kreislaufwirtschaft besitzt. Projekte wie dieses stärken nicht nur unsere Vorreiterrolle in Sachen Kreislaufwirtschaft weiter, sondern leisten auch einen wertvollen Beitrag zur Erfüllung der Klima- und Umweltziele“, betont Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner.

Die Entwicklung der Wertstofftonne ist nach rund eineinhalb Jahren Projektlaufzeit erfolgreich abgeschlossen. Nun geht es darum, die Recyclingtonne so weit zu etablieren, dass sie sich in der Öffentlichkeit durchsetzt.

Minimaler Carbonfootprint

Die Behälter sollen langfristig zu 100 Prozent aus Post-Consumer-Kunststoffrezyklat hergestellt werden, das regional gesammelt und rezykliert wird. Beinahe die gesamte Wertschöpfung der im Projekt entwickelten Mülltonne passiert dabei in Österreich. Berücksichtigt man auch die absehbaren Logistik-Wege der Materialströme, zeigt sich nach Berechnungen der Projektgruppe ein beeindruckendes Ergebnis: Durch Umstellung auf Recycling-Mülltonnen lassen sich ca. 80 % CO2 gegenüber der Neuware einsparen.

Gütezeichen „Circular-Bins“

Zur Kennzeichnung der Kreislaufwirtschaftsmülltonnen entwickelte die Projektgruppe ein eigenes registriertes Gütezeichen. Eine Digitalisierung des gesamten Kreislaufes befindet sich über die erstellte Website www.circular-bins.eu in Umsetzung. Mit ihr sollen Materialströme eindeutig identifizierbar bleiben und auch Zertifizierungen künftig möglich sein. www.circular-bins.eu

Als Projektpartner waren dabei:

·         M2 Consulting GmbH (Projektkoordinator)

·         Walter Kunststoffe GmbH

·         Europlast Kunststoffbehälterindustrie GmbH

·         LAVU GmbH

·         JKU Linz – Institut für Chemische Technologie Organischer Stoffe

Dieses Projekt wurde aus Mitteln der oö. Wirtschafts- und Forschungsstrategie #upperVISION2030 vom Land OÖ sowie vom Land Kärnten gefördert.

Über den Kunststoff-Cluster

Der Kunststoff-Cluster (KC) ist mit mehr als 400 Unternehmen die größte Cluster-Initiative in Österreich. Die Unternehmen des Clusters mit einem Gesamtumsatz von rd. 20 Mrd. Euro beschäftigen zusammen 65.000 Mitarbeiter/innen. Der Schwerpunkt der Aktivitäten im Netzwerk liegt in der Initiierung und Begleitung von Innovationsprojekten. Die Bandbreite der Betriebe erstreckt sich über alle Branchensegmente der Kunststoff-Wertschöpfungskette: von den Rohstoffen über die Verarbeitung, den Maschinenbau, den Formen- und Werkzeugbau, den Dienstleistern bis zu F&E- und Bildungseinrichtungen. Der Kunststoff-Cluster ist eine gemeinsame Initiative der Länder Oberösterreich und Niederösterreich. Träger sind die regionalen Standortagenturen von Oberösterreich, Business Upper Austria, und Niederösterreich, ecoplus.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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