Innovative Geschäftsideen mit dem EDISON 2021 prämiert

„Der Glaube an die eigene Idee, verknüpft mit Kreativität und Innovation, ermöglichen zahlreiche Unternehmensgründungen in Oberösterreich. Erfreulicherweise hat sich gerade im herausfordernden Corona-Jahr 2020 gezeigt, dass in Oberösterreich als ‚Kreativland‘ viele die Krise genutzt haben, um noch mehr Ideen zu entwickeln. Mit dem Ideenwettbewerb ‚EDISON der Preis‘ holen wir diese Geschäftsideen vor den Vorhang und machen damit die Innovationslandschaft in Oberösterreich noch sichtbarer. Damit wollen wir auch andere motivieren, ihre Ideen in eine Unternehmensgründung umzusetzen“, erklärte Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner anlässlich der gestrigen Verleihung von „EDISON der Preis 2021″. Neben dem EDISON jeweils in Gold, Silber und Bronze in den drei Kategorien „kreativ-wirtschaftliche Ideen“, „innovativ-orientierte Ideen“ und „technologie-orientierte Ideen“ wurden auch wieder Sonderpreise für „Social Entrepreneurship“ und „Digitalisierung“ sowie der „Sonderpreis EDISON Junior“ vergeben. „Mit dem ‚EDISON Junior‘ wollen wir den Erfindernachwuchs in Oberösterreich besonders unterstützen“, so Landesrat Achleitner.

Wenn es einen Weg gibt, etwas besser zu machen: Finde ihn“, sagte schon Thomas Alva Edison. Das haben auch die Ideeneinreicher beim EDISON gemeinsam: Sie haben ein Problem erkannt und versuchen, dafür eine passende Lösung zu finden. Der Kreativität und Vielfalt der Ideen waren dabei keine Grenzen gesetzt.

„Neben dem Bereich Informationstechnologie und Digitalisierung, die besonders im letzten Jahr einen immer wichtigeren Stellenwert in unserer Gesellschaft bekommen haben, sind die Branchen MedTech und Kreativwirtschaft im Kommen. Der EDISON Ideenwettbewerb macht sich genau deshalb jedes Jahr wieder auf die Suche nach neuen Ideen aus Technologie, Innovation und Kreativwirtschaft und leistet damit einen wichtigen Beitrag, um Oberösterreich als Innovations-Hotspot zu stärken und so den Standort Oberösterreich noch wettbewerbsfähiger zu machen“, unterstrich Wirtschafts-Landesrat Achleitner.

Bernhard Baier, Vizebürgermeister der Stadt Linz, betonte, „dass mit den Unterstützungen von Bund, Land und Stadt alle dazu beigetragen haben, dass eine Insolvenzwelle ausgeblieben ist und die Krise somit für viele auch als Chance genutzt werden konnte.“ Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer fügte noch hinzu, „dass Linz jetzt mit neuen Formaten durchstartet und die Stadt wieder zum Leben erweckt werde, denn Kunst und Kultur hängen eng mit dem Wirtschaftskreislauf zusammen.“

In drei Kategorien wurden im Rahmen des oö. Ideenwettbewerbs „EDISON“ die besten Erfindungen gesucht. Rund 50 Bewerbungen gingen bei den Veranstaltern tech2b, dem TECH HARBOR, der Kunstuni Linz und der Creative Region ein. Mit Unterstützung verschiedener Partner und Sponsoren wurden die innovativen Ideen in einem intensiven Prozess gesucht, gecoacht und letztendlich von hochkarätigen Jurys bewertet. Die Qualität der Einreichungen hat überzeugt: „Auch heuer wurden zahleiche innovative und kreative Ideen mit Zukunftspotential eingereicht“, sagte tech2b-Geschäftsführer Raphael Friedl. „Es ist wichtig, dass sowohl die Pipeline an neuen Ideen, als auch der Mut zur Gründung weiterhin bestehen bleiben, weshalb wir auch auf unsere Sonderkategorie beim EDISON setzen – nämlich den EDISON Junior. So können wir das Unternehmertum bereits zu einem ganz frühen Zeitpunkt unterstützen und fördern“, so Friedl.

Preisträger in der Kategorie „Technologie“

Der goldene EDISON Preis 2021 ging an Jörg Radanitsch und sein Team (Linz)  für sein Projekt „Carbon Cleanup“ – mit dem Carbonfaserreste schon bei der Produktion in einen hermetisch geschlossenen Wiederverwertungskreislauf gelangen. Silber bekam Matt Finke und sein Team (Wallern) für ihr Projekt „Desk Dough“ – Stops&Mops verwandeln mit dem Produkt „Desk Dough Beam“ jeden Projektor in einen kreativen Scheinwerfer.  Die Trophäe in Bronze erhielt Heimo Aichmaier (Schörfling am Attersee) für das Projekt „E-Mobility Concierge„, welcher die geplanten  Stromtankstellen von Wohnungshäusern und Unternehmen dimensioniert – mobilitäts- und verbrauchsbasiert an die richtige Adresse. Die Preise im Wert von 6.000 Euro wurden von der Greiner AG und der KGG // UBG zur Verfügung gestellt.

Preisträger in der Kategorie „Innovation“

Der goldene EDISON 2021 in dieser Kategorie ging an Johannes Fischerleitner und sein Team (Schleißheim) für die „Dorfladenbox“, welche beweist, dass Selbstbedienungsläden auch ganz ausgezeichnet regionale Ware verkaufen können. Silber gewannen David Schnetzer  und sein Team (Linz)mit  „NodeVenture„, ein patentierter Hochsicherheitssafe für digitale Vermögenswerte. Bronze in der Kategorie Innovation wurde an Martin Schneglberger und sein Team (Hohenzell)für die Erfindung „aidAR“ übergeben. Mit aidAR kann man Handwerker sofort, per Fernhilfe und digital auf Technikprobleme im eigenen Haushalt ansetzen. Die Preise im Wert von 6.000 € wurden von der Software Competence Center Hagenberg GmbH und dem TECH HARBOR zur Verfügung gestellt.

Preisträger in der Kategorie „Kreativwirtschaft

Der EDISON 2021 in Gold ging an Gerald Infanger und sein Teamvon „MatheArena“ (Hohenzell) – dem Mathematik-Training mit dem Oberstufenstoff als Sparring-Partner, der jederzeit für ein Spielchen zu haben ist und sich dem Niveau seines Schützlings anpasst. Silber ging an Florian Holzmayer (Linz) für die Idee „Balcosy“. Mit dem Balcosy wird das Fensterbrett zum absturzsicheren Minibalkon, der auch indoor als Tisch oder Ablage fungiert. Der dritte Preis dieser Kategorie ging an Thomas Duschlbauer und sein Team (Ansfelden) für das Projekt „Pflege-Wege“ – ein Beratungsmodell, das den Begleiterinnen und Begleitern von demenzkranken Menschen jene Unterstützung und Orientierung gibt, die sie brauchen, um nicht selbst hilflose Helfer zu werden. Die Preise im Wert von 6.000 Euro in der Kategorie „Kreativwirtschaft“ wurden von der hali GmbH und der Siemens AG Österreich  gesponsert.

Sonderpreis für „Social Entrepreneurship“

Der Sonderpreis für Social Entrepreneurship wurde von Johanna Anzengruber (FH OÖ) und Herbert Auer (Sparkasse OÖ) an Michael Rockenschaub (Maria Schmolln) und sein Team für die Idee „Digitaler Impfpass“ überreicht. Dieser kennt und erinnert zuverlässig an notwendige Auffrischungen und Impftermine. Der Preis im Wert von 1.500 Euro wurde von der Sparkasse OÖ zur Verfügung gestellt.

Sonderpreis für „Digitalisierung“

Der Sonderpreis für Digitalisierung wurde von Martin Kunze (Ceramic Microfilm GmbH) und Gerald Silberhumer (Wirtschaftskammer Oberösterreich)überreicht und ging an Jan Schweiger (Wartberg a. d. Krems) und sein Team für das Projekt „HuForce„. In der Enterprise Search HuForce steckt neueste künstliche Intelligenz, die sich beim Abfragen von Unternehmenswissen nicht mit vorhandenen Daten begnügt, sondern auch das Knowhow der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter miteinbezieht. Der Preis im Wert von EUR 1.500 wurde von der Wirtschaftskammer Oberösterreich zur Verfügung gestellt.

Sonderpreis EDISON Junior

Der Sonderpreis EDISON Junior wurde dieses Jahr bereits zum zweiten Mal verliehen durch Raphael Friedl (tech2b Inkubator GmbH) und Sonja Trauner (Trauner Verlag und Buchservice GmbH), um den Erfindernachwuchs zu unterstützen. Gewonnen hat den Sonderpreis das Team der Technischen Fachschule Haslach (Haslach) für das Projekt „Luftgütemessung mit eigener CO2 Ampel“ – eine optische Signalausgabe bezüglich schlechter Luftqualität in den Schulräumlichkeiten.

Der Preis im Wert von EUR 500 wurde vom Trauner Verlag zur Verfügung gestellt.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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