Große Preisunterschiede bei Nachhilfekursen in den Ferien –AK-Konsumentenschutz rät: Preis und Leistung vergleichen

Viele Schülerinnen und Schüler bekommen in den Ferien Nachhilfe, um sich auf eine Nachprüfung oder einen guten Start ins neue Schuljahr vorzubereiten. Das kann für die Eltern ordentlich ins Geld gehen – wie eine aktuelle Preiserhebung des AK-Konsumentenschutzes zeigt. Eine Stunde Unterricht in einer Kleingruppe kostet zwischen 13 und 23,51 Euro, der Preis für Einzelunterricht reicht von 24 bis 49,33 Euro pro Stunde. Die AK rät den Eltern daher, die Preise für Nachhilfe, aber auch die gebotene Leistung zu vergleichen.

Für AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer ist klar: „Wenn Kinder Nachhilfe benötigen, um sich auf eine Nachprüfung oder das neue Schuljahr vorzubereiten, dann sollen sie diese auch in Anspruch nehmen können – unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten ihrer Eltern. Noch viel wichtiger ist es aber, die Schulen in die Pflicht zu nehmen: Sie sind dafür verantwortlich, dass alle Kinder jene Förderung und Unterstützung erhalten, die sie für den Schulerfolg benötigen.“ Dafür ist es notwendig, in kostenlosen Förderunterricht und schulische Angebote mit mehr Zeit zum Wiederholen zu investieren.

Der Preisvergleich der Konsumentenschützer/-innen der AK Oberösterreich basiert auf dem Preis für einen vierwöchigen Ferienkurs zur Vorbereitung auf die Nachprüfung. Da eine Unterrichtseinheit je nach Anbieter 45, 50 oder 60 Minuten dauert, wurden alle Preise auf 60 Minuten umgerechnet.

  • Die Preise pro Stunde für den Einzelunterricht liegen zwischen 24 und 49,33 Euro.
  • Der Unterricht in der Kleingruppe kostet zwischen 13 und 23,51 Euro pro Stunde.
  • Verglichen mit 2020 sind die Preise in der Kleingruppe durchschnittlich um 2,2 Prozent und im Einzelunterricht um 1,4 Prozent gestiegen. Etwa ein Drittel der Anbieter hat den Preis gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.
  • Bei Bedarf besteht bei vielen Anbietern auch weiterhin die Möglichkeit, die Nachhilfe online in Anspruch zu nehmen.

Aufgrund der großen Preisunterschiede rät die AK den Eltern, Preise für Nachhilfe und auch die dafür gebotenen Leistungen zu vergleichen. Sie sollten bei der Auswahl des Nachhilfeinstitutes vor allem die Dauer einer Unterrichtseinheit und die Gruppengröße im Auge haben.

Tipps für Eltern

  • Fragen Sie Freunde oder Bekannte nach guten Erfahrungen mit Nachhilfelehrern/-innen.
  • Erkundigen Sie sich, ob eine Einschreibgebühr verlangt wird.
  • Achten Sie beim Preisvergleich auf die Dauer der Unterrichtseinheiten.
  • Fragen Sie beim Gruppenunterricht nach der Anzahl und dem Alter der Schüler/-innen in der Gruppe. Je weniger Teilnehmer/-innen pro Gruppe, umso intensiver ist die individuelle Betreuung und umso größer in der Regel der Lernerfolg.
  • Erkundigen Sie sich rechtzeitig nach Frühbucherpreisen oder fragen Sie nach einem Rabatt (z.B. 10er Blocks).
  • Die VHS bietet kostenlose Sommer-Förderkurse für Schüler/-innen von Volksschulen und Mittelschulen im Stadtgebiet von Linz in den Pflichtgegenständen Deutsch, Mathematik und Englisch an.

Die Preisübersicht finden Sie unter ooe.konsumentenschutz.at

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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