Abgetaucht in die Ischler Unterwelt

Die 3 HL b unternahm in HTM eine Zeitreise in den ältesten Bierkeller von Bad Ischl

Bernhard Schmalnauer geht hör- und spürbar das Herz auf, wenn er Besucher durch sein Elternhaus führt. Er ist Sohn eines berühmten Ischler Gastronomen, der „Boart Sepp“ war schon zu Lebzeiten eine Legende, als junger Mann war er auf seinem Roller mit Gitarre und Gepäck durch halb Europa getingelt und aufgetreten; später hatte er mit dem „Café Casino“ ein Tanz- und Vergnügungslokal mit der wahrscheinlich ersten Cocktailbar des Salzkammergutes geführt.

Überquert man die 3 Stufen im hinteren Teil des Hauses, dann taucht man plötzlich in eine ganz andere Welt ein: vor rund 400 Jahren wurden viele Eis- und Lagerkeller ins Konglomerat Gestein gegraben, über lange Zeit waren hier vor allem Bier und Wein eingelagert. Dank eines ausgeklügelten Belüftungssystems sind die Klimabedingungen auch ideal, um heute dort Kräuterseitlinge zu züchten – derzeit noch ein Experimentierfeld für Bernhard und seine Gattin, die im Keller auch wieder Bier brauen.

Echt historisch sind auch die eingespielten Tonträger mit Originalsongs vom Boart Sepp – die legendäre Musikcassette ist so zu sagen der Urenkel von Streaming oder Podcast (und sie funktioniert noch immer!).  Gut eine Stunde waren die jungen Touristiker in der kühl-feuchten Welt des größten Naturkellers von Ischl, der einst 800 Fässer (=20. 000 Liter = 40.000 Halbe Bier) eingelagert hatte und zugleich in einer legendären Eventlocation früherer Jahrzehnte. Steht man vor dem „Casino“ würde niemand ahnen, welch geheime Welt sich dahinter versteckt.

Ein danke ein Bernhard Schmalnauer für eine spannende Reise ins Dunkel der Nacht …

Mag. Alfred Reimair

Foto: Bernhard Schmalnauer (rechts) und die 3 HL b auf der „Keller Bühne“

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

error: (c) by salzTV