Schweinberger strebt mit Heimvorteil die Titelverteidigung bei den Frauen an


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Vor einem Jahr sprintete Kathrin Schweinberger (Doltcini – Van Eyck) zu ihrem ersten Staatsmeistertitel im Straßenrennen. Am Sonntag in Kufstein strebt die junge Tirolerin die Titelverteidigung an. Doch auf dem selektiven, 70 Kilometer langen Kurs rund um die Festungsstadt wird sich die 24-Jährige ausschließlich nicht auf ihre schnellen Sprinterinnenbeine verlassen können.

„Es wird wohl kein großer Haufen ankommen“, meinte Kathrin Schweinberger im Hinblick auf den Rundkurs, den die Frauen zweimal bewältigen müssen. Gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Christina zählt Kathrin zu den Topfavoritinnen auf das weiße Trikot mit dem rot-weiß-roten Streifen, dass sie nun für knapp ein Jahr tragen durfte.

„Wir trainieren oft auf diesen Straßen und kennen daher den Kurs gut“, schilderte Meisterin von 2020 und fügte an: „Es wird sicher ein spannendes Rennen werden.“ Zu den härtesten Kontrahentinnen zählen sicherlich Anna Kiesenhofer (Cookina Graz), Sarah Rijkes (WNT – Ceratizit Pro Cycling) oder die Bahnspezialistin Verena Eberhardt (Team Rupelcleaning). Mit 44 Starterinnen zählt das Frauenfeld ein absolutes Rekordaufgebot, welches sich am Sonntag um 9:00 Uhr auf die Strecke begibt.

Mit der Einführung der ÖRV-Radliga für die Frauen haben die Rennen einen enormen Zuwachs bekommen. Sechs Eliteteams aus Österreich sind mit dabei bei den Meisterschaften und werden versuchen die starken Auslandsfahrerinnen wie die Schweinberger-Schwestern zu ärgern. „Ich bin topmotiviert und will um den Titel kämpfen“, blickte Kathrin Schweinberger voraus, die sich zuletzt bei einem Sturz in Spanien leicht verletzte: „Das war nicht die ideale Vorbereitung.“

Viele Favoriten bei den Männern

Im Männerrennen am Sonntag, welches über 176 Kilometer führt, stehen mit Lukas Pöstlberger (Bora – hansgrohe), Riccardo Zoidl (Felbermayr Simplon Wels), Marco Haller (Bahrain – Victorious), Matthias Brändle (Israel Start-Up Nation), Gregor Mühlberger (Movistar), Patrick Konrad (Bora – hansgrohe) und Valentin Götzinger (WSA KTM Graz) die meister der vergangenen neun Jahre alle am Start. Pöstlberger und Zoidl konnten den Titel sogar jeweils zweimal gewinnen.

Besonderes prestigeträchtig wäre es vor allem für die vier möglichen Tour-de-France Kandidaten Haller, Pöstlberger, Konrad sowie Michael Gogl den Titel zu holen und dann in einer Woche in das wohl größte Radrennen der Welt als frisch-gebackener Meister zu gehen. Während die erstgenannten drei dieses Gefühl schon kennen, wartet der Oberösterreicher, der für das südafrikanische Team Qhubeka – Assos fährt noch auf diesen Ritterschlag.

Seit 2015 war Gogl im Straßenrennen bei den Nationalen Meisterschaften immer top platziert und stand viermal davon am Podium. Aber auf die oberste Stufe reichte es noch nicht für den zähen Klassikerspezialisten, der in Linz in Oberösterreich wohnt. 2021 gilt er, vor allem nach seinen starken Leistungen auf der WorldTour als großer Favorit auf den Titel. Die Männer starten am Sonntag um 11:30 Uhr, sie müssen insgesamt fünf Runden absolvieren.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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