Naturschutzreferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Haimbuchner: „Der Luchs braucht unseren Schutz und eine nachhaltige Stärkung“

„Die Zukunft des Luchses in der Region Kalkalpen hängt an einem seidenen Faden.“ So fasst Naturschutzreferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner die gegenwärtige Situation des Luchsbestandes im südlichen Oberösterreich in einem Satz zusammen.

In der Region Kalkalpen befindet sich derzeit ein nachgewiesener Luchsbestand von sechs Tieren, drei männliche und drei weibliche Großkatzen. Der gewünschte Nachwuchs, welcher die Population dauerhaft sichern sollte, blieb jedoch in den letzten Jahren aus. Durch den fehlenden Nachwuchs und den kürzlich erbrachten Nachweis, dass das dominante Männchen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zeugungsfähig ist, ergibt sich eine negative Zukunftsprognose für die Luchse der Nationalparkregion.

„Ich bin besorgt über die Zukunft des Luchses in der Nationalparkregion. Im südlichen Oberösterreich gibt es etwa ein Potential von 70.000ha, welche für Ansiedlungen von Luchsen geeignet sind. 40.000ha werden bereits durch die sechs derzeit in freier Wildbahn lebenden Luchse belegt. Die Kalkalpenregion Oberösterreich bietet daher Platz für etwa zehn Tiere. Für eine erfolgreiche Bestandsstützung müssen alle an einem Strang ziehen. Neben der seit Jahren hervorragenden Zusammenarbeit mit der Jägerschaft und einigen NGOs, wird es auch einer intensiveren Kooperation mit den angrenzenden Bundesländern bedürfen. Ich bin davon überzeugt, dass eine dauerhafte Ansiedelung dieser anmutigen Großkatze in der Kalkalpenregion dann auch gelingen kann“, betont Landeshauptmann-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner die Notwendigkeit einer konstruktiven Zusammenarbeit der Länder und der Jägerschaft am internationalen Tag des Luchses.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

error: (c) by salzTV