Alleinerziehender Mutter Teil des Gehalts abgezogen: Dank Arbeiterkammer musste ihr Arbeitgeber das Geld nachzahlen

Einer teilzeitbeschäftigen, alleinerziehenden Mutter in Steyr wurde von ihrem Arbeitgeber, einer Obdachloseneinrichtung, ein Teil des Gehalts abgezogen. Als Grund dafür wurde der Frau gesagt, sie hätte unbezahlten Urlaub in Anspruch genommen. Die Steyrerin bat daraufhin die Arbeiterkammer um Hilfe. Mit Erfolg! Denn vor Gericht stellte sich heraus, dass ihr Arbeitgeber das Geld zu Unrecht abgezogen hatte.

„Die Vermutung liegt nahe, dass der Geschäftsführer dieses Vereins massive Schwierigkeiten mit dem Arbeitsrecht hat. Schon vor einigen Wochen hat er einen Prozess gegen die Gewerkschaft der Privatangestellten verloren“, sagt AK-Vizepräsident Andreas Stangl, der sehr erfreut ist über das Urteil und Konsequenzen in der Geschäftsführung fordert.

Die alleinerziehende Mutter, die als Sozialarbeiterin in der Obdachloseneinrichtung arbeitet, brauchte im vergangenen Jahr eine Freistellung, weil ihr damals zwölfjähriger Sohn als Corona-Risikopatient alle sozialen Kontakte meiden sollte. Der Arbeitgeber wurde informiert und stimmte der Freistellung auch zu. Erst einige Wochen später wurde der Sozialarbeiterin mitgeteilt, dass die Zeit während der Freistellung nicht bezahlt wird.

Letztendlich musste der Arbeitgeber dank Hilfe der AK rund 1.300 Euro nachzahlen. „Es freut mich, dass das Urteil der Arbeitnehmerin vollinhaltlich Recht gegeben hat. Es kann nicht sein, dass das Arbeitsrecht mit Füßen getreten wird“, so AK-Vizepräsident Stangl.

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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