Neues von der Wildtierstation – Wenn sich Fuchs und Reh „Gute Nacht“ sagen

Normalerweise sagen sich Fuchs und Hase Gute Nacht, aber nicht so im Aurachtal: Ein Fuchs, ein Bambi und ein Steinbock sind neue Gäste in der Wildtierstation.

LIFA – ein weiblicher nordischer Name und bedeutet Leben – ist ein Rehkitz und kam mit einem zarten Alter von 14 Tagen aus Kuchl bei Salzburg. Dort wurde sie leider von einem Hund angefallen und erlitt durch den Angriff schwerste Kopfverletzungen. Durch die Vermittlung einer ortansässigen Tierärztin, kam das Bambi zu den Profis in die Wildtierstation. 

Gabi Kaar freut sich: „Dr. Hecht und Mag. Stotter von der Tierklinik Cumberland haben höchstprofessionelle Arbeit geleistet, um dem armen Hascherl ein Überleben zu sichern!“

Lifa hat sich schon gut erholt und wird bis zur Auswilderung im Frühling 2022 im Rehgehege gesundgepflegt.

BELLA ist ein Steinbockmädchen; ihre Mutter ist kurz nach der Geburt erkrankt und schlussendlich gestorben. Ebenso die Schwester von Bella. Sie stammt aus einer Gruppe, die sich in einem riesigen Gehege, eines aufgelassenen Steinbruchs in der Nähe befinden. In die Wildtierstation kam sie im Alter von 4 Tagen und wurde mit dem Fläschchen aufgezogen. Nun ist sie bereits im Rehgehege bei Lifa und darf dortbleiben, bis sie wieder in die Gruppe integriert wird.

Ein besonderes Schicksal hat LOLA, ein 3 Wochen altes Fuchsmädchen durchgemacht: Sie wurde in Mondsee von Arbeitern verletzt in einem Lawinenzaun gefunden. Von der Mutter weit und breit keine Spur. Die Arbeiter haben das Tier aus dem Netz geschnitten und Kathi Jelinek vom TSV Tierseelenhoffnung in Frankenburg informiert. Da man dort momentan keinen Platz für Wildtiere hat, kam das Wildtier nach Reindlmühl in die Obhut von Gabi Kaar. Wenn sie sich von der Verletzung des Hinterfußes erholt hat, wird sie im Herbst in einem Naturpark im Bezirk Vöcklabruck ausgewildert.

„Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sich meine Schützlinge erholen und dann gesund die Freiheit genießen dürfen“ schwärmt die Pflegemutter Gabi. Daher ist man immer wieder auf der Suche nach Paten, um die Kosten der Pflege zu minimieren; momentan suchen drei weibliche Rehkitze noch einen tierliebenden Paten.

Bericht und Fotos: Wilfried Fischer

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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