VON ST.WOLFGANG AM PILGERWEG – AUF DEN SPUREN DES HEILIGEN WOLFGANG

Da der Wetterbericht für die nächsten Tage nichts Gutes versprach, habe ich mal wieder meine Wanderschuhe geschnürt. Als Ziel wählte ich den „Pilgerweg ab St. Wolfgang“!

Mit dem Auto fuhr ich bis „St. Wolfgang“, wo ich am großen Parkplatz parkte. Natürlich hätte ich noch weiter bis in die „Ried“ fahren können, wo es eine kostenlose Parkmöglichkeit gibt. Ich wollte mir jedoch die Veränderungen im Ort anschauen. Ich muss schon sagen, die Wolfganger waren während des Lockdowns überaus fleißig! Der Ort ist noch schöner geworden.

Ich ließ „St. Wolfgang“ hinter mir und wanderte, immer am Seeufer entlang, zur Ortschaft „Ried“. Ging es bisher ohne Steigungen, vorbei an wunderschönen Häusern, Grundstücken und Badeplätzen dahin, begann der Weg nun ziemlich steil zu werden. Die Sonne brannte vom wolkenlosen Himmel und ich kam gewaltig ins schwitzen. Dazu kam, dass ich einen Anfängerfehler begangen hatte, ich bin nämlich erst um die Mittagszeit aufgebrochen. Gottseidank hatte ich genug zu trinken mit, außerdem konnte ich reines Quellwasser nachfüllen. Tipp: Solltest du Nachfüllbedarf haben, erledige dies gleich beim der ersten Bachquerung, anschließend ergibt sich keine Gelegenheit mehr.

Vorbei an der „Rast am Waxweichenstein“, an dem sich eine Kapelle mit blumengeschmücktem Altar befindet, führt der Weg weiter durch den Wald. Dann folgt eine längere sehr steile Wegstrecke, auf der der Wald nur ab und zu Schatten spendete. Während ich mit der Steilheit kämpfte, kam mir in den Sinn, dass die Teilnehmer am „Wolfgangsee Rundlauf“ dieses Steilstück laufend passieren. Vor ihnen kann ich nur meinen Hut ziehen. Schließlich erreichte ich den „Falkensteinsattel“, wo ich es mir nicht nehmen ließ, im Schauraum den „Wunschstein“ drei Mal zu drehen. Weiter ging es dann ein Stück steil bergab, ehe ich die „Kapelle mit der Heilquelle“ erreichte. Natürlich benetzte ich meine Augen mit dem Heilwasser, mal sehen ob ich wirklich wieder besser sehen kann. Von hier aus hatte ich die „Kirche am Falkenstein“ schon sehr gut im Blick.

Unterhalb der Kirche befand sich ein kleiner Teich und ich versuchte, die Spiegelung der Kirche im Wasser einzufangen. Anschließend besichtigte ich die Wallfahrtskirche ausgiebig, nicht ohne die „Wunschglocke“ zu läuten. Der von mir geäußerte Wunsch bleibt natürlich mein Geheimnis, sonst würde er sich ja nicht erfüllen.

Nun wurde es aber höchste Zeit meinen Hunger und Durst mit der mitgebrachten Jause zu stillen. Ich hatte eigentlich geplant, weiter über „Fürberg“ nach „St. Gilgen“ zu gehen. Ich entschloss mich jedoch zu einer Planänderung, da ich unbedingt die Gelegenheit nützen wollte, die beiden „Gschmoa Platzln“ zu besuchen. Zwischen der „Kapelle mit der Heilquelle“ und der „Falkensteinkirche“ zweigt der Weg zu diesen Aussichtspunkten ab. Dabei handelt es sich um den „Scheffel- und Aberseeblick“. Rückblickend sollte ich meine spontane Entscheidung nicht bereuen. Der Steig führt vorerst steil durch den Wald und über einige Stufen, die sich in perfektem Zustand befinden bergwärts. Schließlich erreichte ich den „Scheffelblick“, von dem sich ein herrlicher Ausblick auf den Wolfgangsee und die umliegende Bergwelt zeigte. Retour ging ich ein Stück auf dem gleichen Weg, ehe der Steig in Richtung „Aberseeblick“ abzweigt. Dieser Steig ist sehr gut begehbar und nicht allzu steil. Nach kurzer Zeit erreichte ich diesen einzigartigen Aussichtspunkt und genoss den wunderschönen Blick auf den See und die noch schneebedeckte Bergwelt. Ich kann nur jedem empfehlen, sich diese zwei Kraftplätze nicht entgehen zu lassen.

Über den „Falkensteinsattel“ wanderte ich retour in die Ortschaft „Ried“, von wo ich das letzte Wegstück bis zu meinem Auto, mit dem Postbus zurücklegte. Dieser verkehrt stündlich und wendet bei der HBLA in Ried.

Ich habe diese Wanderung heute zum ersten Mal gemacht und obwohl mir die Steilheit und vor allem die ungewohnte Hitze ein bisschen Schwierigkeiten bereitet haben, habe ich diese Wanderung in meiner wunderschönen Heimat sehr genossen! Es wurde mir heute wieder einmal so richtig bewusst, dass ich im Paradies leben darf, wofür ich sehr dankbar bin!

Übrigens ist der Pilgerweg sehr gut beschildert und mit vielen interessanten Schautafeln bestückt.

Näheres dazu findest du bei meinen Fotos in meinem Webalbum unter folgendem Link:

https://photos.app.goo.gl/nDUFRNTkFnLHzJND9

 (Alle Fotos: © by Rudi Knoll)

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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