LR Klinger zu UA Glücksspielautomaten- und Wettgesetz: „Illegales Glücksspiel weiter konsequent bekämpfen

Damit auch weiterhin ein sicheres Umfeld für das legale und kontrollierte Glücksspiel gewährleistet werden kann, wurden im heutigen Unterausschuss die Novellen des Oö. Glücksspielautomaten- und des Oö. Wettgesetzes behandelt.

Diese gesetzlichen Regelungen gehen auf das Jahr 2012 zurück, als das „kleine Glücksspiel“ in Oberösterreich zugelassen wurde. Dies war deshalb notwendig, weil es über 4.000 illegale Glücksspielautomaten gab, an denen völlig unkontrolliert ohne Alters- oder Geldlimit gespielt werden konnte. Nur durch das klar reglementierte und staatlich kontrollierte Glücksspiel – gepaart mit der hervorragenden Arbeit der Polizei – konnte die Anzahl der illegalen Automaten um mittlerweile 87 Prozent reduziert werden – Tendenz weiter sinkend.

„In den vergangenen Jahren haben wir das illegale Glückspiel konsequent bekämpft und dadurch deutlich zurückdrängen können. Aufgrund des monatelangen Corona-Lockdowns in der Gastronomie war allerdings zu befürchten, dass dieser positive Trend ins Stocken gerät. Fachexperten haben deshalb empfohlen, durch Corona-bedingte Adaptierung der in Frage kommenden Standorte den Zugang zu legalen und kontrollierten Automaten weiterhin aufrechtzuerhalten. Dies ist wichtig, damit insbesondere Suchtkranke nicht in die Illegalität abschlittern“, zeigt Landesrat Wolfgang Klinger auf und führt weiter aus: „Angesichts der jüngsten Öffnungsschritte ist nun allerdings zu erwarten, dass aktuell keine Änderungen notwendig sein werden, um das illegale Glücksspiel weiterhin konsequent eindämmen zu können.  Wir werden daher vorerst keine Adaptierungen treffen müssen, die Entwicklung aber genau beobachten“.

Verschärfungen des Wettgesetzes: Mehr Spielerschutz und Zugangsbarrieren

„Um besser gegen illegale Wettbüros und das Suchtpotential von Sportwetten ankämpfen zu können, sind jedenfalls Verschärfungen im Wettgesetz notwendig“, unterstreicht Landesrat Klinger die Wichtigkeit der geplanten Änderungen des Oö. Wettgesetzes und führt weiter aus: „Die Herabsetzung der Obergrenze für registrierungsfreie Sport- und Livewetten auf fünfzig Euro ist ein wesentlicher Schritt hin zu größerem Spielerschutz und stärkeren Zugangsbarrieren“.

Auch der anerkannte Suchtexperte Kurosch Yazdi begrüßt die heute behandelte Novelle. Er bekräftigt, damit die Tücken der Spielsucht richtig erkannt zu haben und die entsprechenden Akzente zu setzen.

„Wir werden den Weg des klar reglementierten und überwachten Glücksspieles konsequent weitergehen und durch einen transparenten und sicheren Zugang zu legalen Automaten und Wetteinrichtungen dafür Sorge tragen, dass für das illegale Glücksspiel in diesem Land kein Millimeter Platz bleibt“, betont LR Klinger abschließend.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

error: (c) by salzTV