Das Weißenbachtal – Anziehungsort für Naturliebhaber und Bewegungsfreudige

Die einen machen Motorradtouren, andere gehen wandern, viele bewegen sich mit Fahrrad und Mountainbike, manche baden sogar. Das Weißenbachtal zwischen Bad Ischl und dem Attersee ist viel mehr als eine Verbindung zwischen zwei schönen Orten im Salzkammergut, es lockt zahlreiche Menschen in ihrer Freizeit an und ermöglicht, in recht unberührte Naturlandschaften „einzutauchen“.

15 Kilometer lang ist die Strecke durch das hügelige Tal entlang des ganzjährig recht kühlen Weißenbachs. Ein wahres Paradies für Straßenradfahrer. Wer gerne mit Stollenreifen und auf einem Mountainbike unterwegs ist, kann zudem den 2018 gestalteten Radweg genießen – wohlgemerkt mit einigen knackigen Steigungen. Er schlängelt sich förmlich durch die Landschaft und gibt Sportlern die Gelegenheit, fernab des Straßenverkehrs einen ganz neuen Blickwinkel auf das Weißenbachtal zu erhalten.
Wer lieber mit Berg- oder Turnschuhen unterwegs ist, findet zudem viele Forstraßen, die Bewegungslustige an schöne Plätze mit naturbelassenen Landschaftsformationen führen, kleine Bäche, Felswände und schmale Pfade bleiben dabei besinders in Erinnerung. Das Weißenbachtal kann übrigens auch als Ausgangspunkt für Bergtouren genutzt werden.

Am Ende des Tals, wenn bereits der Attersee naht, verleitet der Nixenfall noch zu einem Zwischenstop. Die Strecke dorthin wird als leichte Wanderung mit einem etwas ansteigenden Weg beschrieben. Am Ziel angekommen, erwartet die Wanderer ein imposanter 50 Meter hoher Wasserfall, vor dem eine Tafel über die Sage von der Nixe am Attersee erzählt.

Das Weißenbachtal ist aber nicht nur ein Paradies für Sportler, sondern hat auch seine ganze eigene Jagdgeschichte. Kaiser Franz Joseph war bei seinen Ischl-Aufenthalten hier ebenfalls auf der Jagd. Am 13. August 1913 erlegte er in der Nähe der Mündung des Höllbachs seinen allerletzten Hirsch. Eine ziemlich verborgene Gedenktafel erinnert bis heute daran.
Die Hirsche verstecken sich zwar meist, sodass sie Sportler oder Autofahrer selten zu Gesicht bekommen. Möglich ist aber sogar, ihnen auf oder direkt neben der Straße zu begegnen – vor allem in der Dämmerung. Glücklicherweise passieren da selten Unfälle, unvergessen bleiben die Erlebnisse dann aber auf jeden Fall.

Beitrag: Jakob Fischer

Foto: J. Resch

Quelle: www.oevp-steinbach.at/2015/08/01/wei%C3%9Fenbachtal-radweg/

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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