LASK: TURBULENTES REMIS GEGEN TIROL

Tipico Bundesliga

Die Athletiker bleiben auch im vierten Saisonduell mit der WSG Tirol ohne Sieg. Die Wattener gingen Mitte der ersten Halbzeit in Führung, die Schwarz-Weißen drehten den Rückstand aber zwischenzeitlich in ein 2:1 um. Aufgrund zweier strittiger Elfmeter kamen die Linzer letztlich aber über ein 3:3 nicht hinaus. 

Cheftrainer Dominik Thalhammer, der im Vergleich zur 0:3-Niederlage im ÖFB-Cup-Finale mit Lukas Grgic und Dominik Reiter zwei Neue in die Startelf beordert hatte, sah gleich zu Beginn sehr engagierte Athletiker, die sich früh im Spiel erste Eckbälle erkämpften, konkrete Torchancen blieben zunächst aber aus.

In der zwölften Minute sorgten schließlich die Wattener zum ersten Mal für Gefahr, als LASK-Leihgabe Anselm nach Frederiksen-Zuspiel halblinks auf das Tor der Athletiker zulief, Alexander Schlager behielt aber im Eins-gegen-eins die Oberhand. Nach 24 Minuten gingen die Tiroler glücklich in Führung. Nach einem Zuspiel von der rechten Strafraumseite nahm im Zentrum Anselm Maß, sein eigentlich harmloser Abschluss wurde aber von Petar Filipovic per Kopf über die eigene Torlinie befördert.

Die Athletiker reagierten mit wütenden Angriffen und schrammten nur fünf Minuten nach diesem bitteren Rückschlag hauchdünn am Ausgleich vorbei. Johannes Eggestein zog halbrechts im Strafraum ab, Behounek warf sich aber im letzten Moment in den Schuss des Deutschen, sodass der Ball knapp über dem Tor der Gäste landete.

In Minute 33 war es dann aber soweit. Nach einem herrlichen Lupfer von Lukas Grgic nahm sich Johannes Eggestein im Strafraum den Ball an, um aus der Drehung heraus überlegt in die linke Ecke abzuschließen. Acht Minuten später nahm Reinhold Ranftl nach einer missglückten Abwehraktion von Schnegg Maß, sein Abschluss von der Strafraumgrenze landete aber links neben dem Wattener Gehäuse (41.).

ZWEI STRAFSTÖSSE RETTEN WSG DAS REMI

Die zweite Halbzeit brauchte keine lange Anlaufzeit. Nur 65 Sekunden nach Wiederbeginn köpfte Johannes Eggestein den Ball aus rechter Strafraumposition ins Zentrum, wo Lukas Grgic auf Dominik Reiter weiterleitete, der das Tor allerdings aus kurzer Distanz verfehlte. Schon in der 48. Minute fanden die Athletiker die nächste Topchance vor. Nach einer Flanke von Thomas Goiginger von rechts kam in der Mitte Johannes Eggestein zum Kopfball, WSG-Keeper Oswald war aber mit einer Glanzparade zur Stelle und drehte den Ball über die Querlatte.

Nach 54 Minuten gingen die Linzer schließlich verdient in Führung. Lukas Grgic spielte einen hohen Ball auf Thomas Goiginger, der auf der linken Seite erst zwei Wattener austanzte, um schließlich halblinks außerhalb des Sechzehners abzuziehen und den Ball mit einem strammen Schuss zum 2:1 in die Tiroler Maschen zu knallen. Oswald war am Schuss des gebürtigen Salzburgers noch dran, konnte das sechste Saisontor des LASK-Angreifers aber nicht verhindern.

In der 69. Minute mussten die Athletiker einen herben Rückschlag hinnehmen. Nach einem harmlosen Zweikampf mit Gernot Trauner ging der eingewechselte Pranter halblinks im Strafraum zu Boden, woraufhin der Schiedsrichter überraschend auf den Punkt zeigte. Baden Frederiksen ließ sich die Chance nicht entgehen und verwertete souverän (70.).

Die Athletiker ließen aber nicht locker und gingen nach 79 Minuten erneut in Führung. Nach einem weiten Einwurf von James Holland von der rechten Seite scherzelte Gernot Trauner das Spielgerät mit dem Hinterkopf via Innenstange ins Tor der Wattener. Zwei Minuten später verhängte der Unparteiische aber einen weiteren Strafstoß gegen den LASK. Erneut war Gernot Trauner involviert, dieses Mal im Zweikampf mit Frederiksen, der über halblinks in die Gefahrenzone eingedrungen war. Kontakt fand diesmal keiner statt, der Pfiff damit eine Fehlentscheidung. Da der Kapitän der Linzer bereits in der ersten Halbzeit Gelb gesehen hatte, schickte ihn der Referee mit der Ampelkarte vom Platz.

Der LASK versuchte in der Folge alles, um noch zum vierten Treffer zu kommen. Nach einer gefährlichen Hereingabe von Reinhold Ranftl kam der eingewechselte Adam Griger aus kurzer Distanz zum Abschluss, scheiterte dabei jedoch am gut platzierten Oswald.

So spielte der LASK: Schlager – Filipovic, Trauner, Andrade – Ranftl, Grgic (77. Madsen), Michorl (60. Holland), Renner – Reiter (84. Griger), Eggestein (60. Balic), Goiginger

Gelb: Trauner (31.), Filipovic (63.)

Gelb-Rot: Trauner (81.)

Tore: Eggestein (33.), Goiginger (54.), Trauner (79.); Filipovic (ET/24.), Frederiksen (E/70., E/84.)

CHEFTRAINER UND SPORTDIREKTOR DOMINIK THALHAMMER:

„Es ist unglaublich, dass wir das heutige Spiel nicht gewonnen haben. Nach dem unglücklichen Rückstand haben wir uns nicht entmutigen lassen, haben das Spiel gedreht und wollten das Erfolgserlebnis erzwingen. Das hat nicht geklappt. Bei den Gründen dafür muss man eine Unterscheidung treffen: Zwischen den Dingen, die wir beeinflussen können und jenen, die wir nicht beeinflussen können. Zu ersteren zählt die Chancenverwertung. Wir hatten ausreichend Möglichkeiten, das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Gleichzeitig muss man auch die Fehlentscheidungen ansprechen – insbesondere beim zweiten Elfmeter: Das war spielentscheidend.“

Quelle: LASK

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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