Lisa Zand/Kulturhauptstadt 2024: Die Jugend muss eingebunden werden

In den nächsten Wochen werden auf Salz – TV immer wieder Stellungnahmen von jungen Menschen gebracht, die sich mit dem Thema Kulturhauptstadt 2024 auseinander setzen, durchaus auch in kritischer Art und Weise.

„Kulturhauptstadt 2024“ oder „Die Originale 2024“ sind Begriffe, die mittlerweile wohl jeder schon gehört hat. Schon seit 1985 wird der Titel „Kulturhauptstadt“ an verschiedene Länder Europas für jeweils ein Jahr verliehen. Im Jahr 2020 war dies beispielsweise unter anderem Galway, Irland. Bereits zwei Mal wurde eine österreichische Stadt ausgewählt, Graz im Jahr 2003 und Linz 2009. 2024 sollen diesen Titel das Salzkammergut mit Bad Ischl an der Spitze, sowie Tartu in Estland und Bodø in Norwegen tragen.

Das Ziel der Initiative ist es, die Vielfalt der Städte Europas sichtbar zu machen, das „Wir“-Gefühl innerhalb Europas zu stärken und Impulse zur Stadt- und Regionalentwicklung zu setzen.

Nun stellen sich berechtigterweise einige durchaus wichtige Fragen. Klar ist, dass das Salzkammergut vom Tourismus lebt. Die kulturelle Vielfalt unserer Region zieht jährlich unzählige Besucher und Besucherinnen an, sowie auch Zweitwohnbesitzer- und Besitzerinnen. Wird sich der Tourismus mit dem Titel der „Kulturhauptstadt“ noch mehr verstärken? EU-Abgeordneter und Aufsichtsratsvorsitzender der Kulturhauptstadt 2024-GmbH Hannes Heide meint, dass dies zwar nicht das Ziel dieses Projektes sei, meiner Meinung nach wird sich dies allerdings nur schwer vermeiden lassen. Auch die Wohnsituation muss in diesem Zusammenhang erwähnt werden. Wird es in Zukunft den jungen Einheimischen durch den Zuwachs an Zweitwohnungen noch möglich sein, einen Wohnplatz im Salzkammergut zu ergattern? Kurzgesagt, übermäßiger Massentourismus und auch industrielle Übernutzung müssen unbedingt vermieden werden, um den Charme des Salzkammergutes beizubehalten und im Zusammenhang damit auch die Natur zu bewahren.

Nichtsdestotrotz könnte das Salzkammergut aus diesem Projekt bei richtiger Umsetzung durchaus profitieren. Dafür vermag es neben einer ausgezeichneten Organisation auch die Zustimmung und Mitarbeit der Einheimischen, vor allem der jungen Generation. Meiner Meinung nach lebt dieses Projekt von der Zusammenarbeit der Bürger und Bürgerinnen und den unterschiedlichsten Ideen zu den verschiedensten Bereichen. Wenn dies erfolgreich verwirklicht werden kann und dabei auch das richtige Publikum angesprochen wird, steckt hinter „Den Originalen 2024“ enormes Potential.

Lisa Zand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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