Schieneninfrastruktur mit leistungsfähiger Pyhrn-Schober-Achse kann nur mit Engagement des Bundes realisiert werden

Zur Erfüllung der avisierten EU-Klimaziele werden durch die Europäische Union Investitionspakete bereitgestellt, um CO2-Emissionen senken zu können. Besonders aus dem Ausbau der Schieneninfrastruktur soll ein klimafreundliches Angebot erwachsen, das den Güterverkehr auf Klimakurs bringt. Ein wichtiger Schritt am Weg dorthin ist die Attraktivierung der Summerauerbahn und der Pyhrn-Bahn-Strecke.

„Synergien bündeln, Angebote schaffen und Potentiale verlagern. Mit diesem Credo kann nachhaltige Klimapolitik mit Hausverstand gemacht werden“, unterstreicht Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner, und fordert das Klimaministerium bei der Attraktivierung der Summerauer- und Pyhrn-Bahn zum Handeln auf.

Das TEN-T-Netz ist ein transeuropäisches Verkehrsnetz, welches die wirtschaftliche und verkehrliche Vernetzung Europas stärkt und unter anderem, internationale Fernzugverbindungen schafft. Vier der neun Hauptkorridore führen durch Österreich. Für die Erschließung neuer Verbindungselemente bieten sich in Österreich besondere Potentiale, da im aktuellen Kernnetz direkte, alpine Querverbindungen fehlen. 

Im Rahmen eines bilateralen Gesprächs mit dem tschechischen Vize-Verkehrsminister Jan Sechter unterstreicht Steinkellner, dass beim nördlichen Nachbarstaat bereits Maßnahmen zur Attraktivierung der Schienenverbindungen in Richtung Österreich passieren: „Aktuell wird in Tschechien unter anderem der Abschnitt Prag Richtung Linz ausgebaut. Es erfolgt hierbei ein qualitativer Ausbau in einem Maß, das nicht nur eindeutige Verbesserungen im Güter-, sondern vor allem auch im Personenverkehr erzielt. Mit dem Überqueren der Landesgrenze haben die Züge aber immer noch die gleichen Geschwindigkeiten wie in Zeiten der Monarchie. Ein entsprechend ambitionierter Ausbau sowohl der Summerauerbahn als auch der Pyhrnbahnstrecke würde zu bedeutenden Geschwindigkeitsverbesserungen auf den Strecken führen. Dadurch käme es auch zu einer bedeutenden Qualitätssteigerung und Attraktivierung, sowohl im Personenverkehr, als auch im Güterverkehr“. 

Die Bundesländer Oberösterreich, Salzburg Kärnten und Steiermark streben in Abstimmung mit dem Bund eine Aufnahme der Pyhrn-Schober Achse inklusive Summerauerbahn und der Tauernbahn in das TEN-T-Kernnetz an. Der beschriebene Korridor verläuft von Tschechien kommend in Richtung Summerau über Linz weiter nach Selzthal, Graz und Spielfeld und in weiterer Folge nach Laibach und Zagreb.

„Wenn der klimafreundliche Ausbau der Mobilität kein Lippenbekenntnis sein soll, darf der Ausbau der transnationalen Verbindung nicht in Oberösterreich abbrechen. Die Weiterentwicklung der Summerauerbahn sowie der Pyhrn-Bahn-Strecke, beides Hauptbahnen in der Verantwortung und Zuständigkeit des Bundes, muss mit Hochdruck vorangetrieben werden. Nur wenn ein Angebot besteht, können Potentiale von der Straße auf die Schiene verlagert werden“, untermauert Steinkellner abschließend.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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