Plastikberge bekämpfen: SPÖ fordert ein Pfandsystem

Die Plastikverschmutzung der Natur nahm zuletzt zu. Die Sozialdemokratie fordert eine verbindliche Quote an Mehrweggebinden und ein Pfandsystem.

Egal ob am Mount Everest, am Meeresgrund oder am Salzachkai in der Landeshauptstadt – überall ist Plastikmüll. Die meisten Plastikprodukte werden noch dazu nur einmal und meist nur sehr kurz verwendet. Für die Natur und das ökologische Gleichgewicht ist das fatal. Nicht viel besser ist die Situation bei Dosen.

Mehrwegquote steigern, Pfand einführen

Die SPÖ vom Bund abwärts und so auch in Salzburg, Naturschutzorganisationen oder die AK fordern daher ein Pfand-System auf Einweg-PET-Flaschen und Dosen, sowie Maßnahmen, damit die Mehrwegquote bei Getränkeverpackungen steigt.

„Umfragen[1] zeigen, dass sich die Bevölkerung in Österreich zu 80 Prozent für ein Pfand-System und somit für Umwelt- und Naturschutz ausspricht – auch Lidl ist bereits mit an Bord. Die Sammelquote bei Plastikflaschen in Österreich liegt derzeit bei rund 70 Prozent. Quer legt sich derzeit nur die konservative ÖVP. Mit unserem Antrag im Salzburger Landtag wollen wir zu mehr Umwelt- und Klimaschutz beitragen“, erklärt SPÖ-Natur- und Umweltschutzsprecherin Karin Dollinger. „Wir wollen eine verbindliche Steigerung der Mehrwegquote von 25 Prozent ab 2023 bzw. von 55 Prozent ab 2030 sowie ein Pfandsystem!“

Strafzahlungen vermeiden

Gemäß einer EU-Richtlinie müssen bis 2029 90 Prozent aller Plastikflaschen getrennt gesammelt werden. Ansonsten drohen Strafzahlungen von bis zu 45 Millionen Euro pro Jahr. „Soweit darf es nicht kommen, das wäre beim Fenster hinaus geschmissenes Geld. Wir appellieren an alle Fraktionen im Landtag – in einer besonderen Verantwortung stehen die Grünen – unseren Antrag zu unterstützen, damit wir ein starkes Zeichen an die Bundesregierung senden können. Türkis-Grün muss handeln“, fordert Karin Dollinger und ergänzt: „Corona verdrängt derzeit den Blick auf wirklichen Gefahren der Zukunft aufgrund von Umwelt- und Lebensraumzerstörung. Wir brauchen mutigen Umwelt- und Klimaschutz! Daher werde ich in Zukunft verstärkt Initiativen in diesen Bereichen setzen.“

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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