Schüler versorgte die Marchtrenker Jugend mit 14 Kilogramm Cannabis // Rettungsfahrzeug prallte gegen Transporter. Aktuelle oö Polizeimeldungen

Landeskriminalamt OÖ

Seit Oktober 2020 ermittelte die Polizei Marchtrenk in Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt OÖ, Bereich Suchtmittelkriminalität, wegen eines professionell organisierten Drogenrings im Raum Marchtrenk. An der Spitze dieser kriminellen Organisation stand ein 18-jähriger Schüler aus Marchtrenk, der sich um die Beschaffung, die Lagerung und die Verteilung von Suchtmittel an insgesamt fünf Zwischenhändler kümmerte. Vor allem wurde mit Cannabiskraut gedealt – diese Menge überstieg dabei die Grenzmenge um das 25-Fache. Auch Ecstasy, Kokain und psychotrope Stoffe wurden an die (mitunter auch minderjährigen) Abnehmer verkauft. Die Ermittler konnten eine Verkaufsmenge von insgesamt 14.000 Gramm Cannabiskraut, 75 Stück Ecstasy Tabletten und 20 Gramm Kokain mit einem Verkaufswert von 143.000 Euro nachweisen. Der Ablauf der Suchtgiftgeschäfte wurde von dem 18-jährigen Schüler professionell organisiert. Das Suchtgift wurde mehrmals wöchentlich aus dem Raum Wels geholt und anschließend an die Zwischenhändler verteilt. Diese wiederum verkauften das Suchtgift an die Endabnehmer. Die Erlöse aus den Suchtgiftverkäufen präsentierte der selbsternannte „Drogenbaron“ stolz in einem Musikvideo im Internet und investierte das Geld hauptsächlich in Luxusartikel wie Markenkleidung und Accessoires. Aufgrund der intensiven Ermittlungen konnte neben dem Kopf der Organisation auch dessen 24-jähriger Suchtgiftlieferant aus Wels, fünf Zwischenhändler im Alter zwischen 17 bis 21 Jahren aus dem Bezirk Wels-Land sowie 73 Suchtgiftabnehmer ausgeforscht werden. Insgesamt wurden 80 Personen nach dem Suchtmittelgesetz angezeigt. Acht Beschuldigte wurden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wels festgenommen und befinden sich in Untersuchungshaft.

Zwei Autos brannten in Garage

Bezirk Wels-Land

Am 1. April 2021 gegen 14:50 Uhr hörte eine 19-Jährige einen Knall in der Garage ihres Elternhauses in Thalheim bei Wels. Sie bemerkte, dass die beiden Autos, die in der Garage geparkt waren, bereits in Vollbrand standen. Die Eltern versuchten den Brand zu löschen – jedoch ohne Erfolg. Die FF Thalheim bei Wels, FF Am Thalbach und FF Wels mussten die Löscharbeiten mit neun Fahrzeugen und etwa 45 Einsatzkräften durchführen. Die Eltern der 19-Jährigen wurden nicht verletzt. Sie wurden vorsorglich von der Rettung in das Klinikum Wels-Grieskirchen gebracht. An den beiden Autos entstand Totalschaden. Die Doppelgarage und die Fassade des Bauernhauses wurden im Bereich der Brandstelle stark beschädigt. Die Höhe des Gesamtschadens ist derzeit noch nicht bekannt. Ebenso ist die Brandursache noch unklar – daher wird die Brandstelle von einem Brandsachverständigen der Brandverhütungsstelle (BVS) besichtigt werden.

Rettungsfahrzeug prallte gegen Transporter

Bezirk Braunau am Inn

Ein Rettungsfahrzeug war am 1. April 2021 auf der B 141 zum Krankenhaus Braunau unterwegs. Die Rettung hatte dabei das Blaulicht und das Folgetonhorn aufgrund einer Einsatzfahrt aktiviert. Bei der Ortseinfahrt Imolkam, Gemeinde Polling im Innkreis, bemerkte ein 46-jähriger Lenker das Einsatzfahrzeug. Um die Straße frei zu machen, wollte der Lenker mit seinem Transporter links in eine Gemeindestraße einbiegen. Der 22-jährige Rettungssanitäter beabsichtigte aber den Transporter links zu überholen und dürfte den Abbiegevorgang zu spät bemerkt haben. Das Rettungsfahrzeug prallte daher gegen die hintere Seite des Transporters, der für Straßenmarkierungsarbeiten im Einsatz war. In einem Spezialsitz an der linken Seite außerhalb des Transporters saß ein 31-Jähriger aus dem Bezirk Braunau am Inn.
Durch den Zusammenstoß wurde der Transporter gegen einen Gartenzaun geschoben. An den beiden Fahrzeugen und am Gartenzaun entstanden erhebliche Schäden. Der 31-Jährige und der 46-Jährige wurden mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus Braunau eingeliefert.

Suchtgiftdeals aufgedeckt

Stadt Linz

Den Kriminalbeamten des Fachbereichs 3 des Stadtpolizeikommandos Linz gelang es eine Tätergruppe im Bettlermilieu auszuforschen. Seit dem Frühsommer 2020 sollen die Beschuldigten im Linzer Volksgarten rund 6.500 Stück Rivotril-Tabletten verkauft haben. Durch den Drogenverkauf haben die Täter rund 10.000 Euro verdient. 
Bei den Beschuldigten handelte es sich um drei beschäftigungslose und unstete rumänische Staatsbürger im Alter von 18, 31 und 35 Jahren.
Der 18-Jährige konnte am 8. März 2021 im Linzer Volksgarten aufgrund der Anordnung zur Festnahme festgenommen werden. Bei der Festnahme hatte der Beschuldigte Rivotril 2mg-Tabletten bei sich. Laut seinen Angaben habe er diese Tabletten verkaufen wollen. Der 18-jährige Beschuldigte befindet sich in U-Haft in der Justizanstalt Linz und zeigte sich geständig. Darüber hinaus belastete er seine beiden Mittäter. 
Etwa 15 Abnehmer konnten im Zuge der Ermittlungen ausgeforscht und befragt werden. Diese wurden nach Abschluss der Ermittlungen ebenfalls angezeigt. 
Die beiden Mittäter, eine 31-jährige Frau und ein 35-jähriger Mann, sind flüchtig. Nach ihnen wird derzeit aufgrund der Festnahmeanordnungen der Staatsanwaltschaft Linz entsprechend gefahndet.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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