Startpaket Wohnen geht ins vierte Jahr – Arbeiterkammer Oberösterreich unterstützte bisher rund 400 junge Mitglieder

Zu einem echten Hit hat sich das Startpaket Wohnen in den letzten drei Jahren entwickelt. Mit einem kostenlosen und unbürokratischen Wohnkredit half die Arbeiterkammer Oberösterreich bisher rund 400 jungen AK-Mitgliedern bei der Finanzierung der ersten Wohnung. Mieter/-innen erhalten dabei ein kostenloses Darlehen für die Finanzierung von Kaution bzw. Baukostenzuschuss. Die Anzahlung für Mietkaufwohnungen und die Sanierung bestehenden Wohnraums – zum Beispiel im Haus der Eltern – können mit Hilfe des AK-Darlehens ebenso finanziert werden.

Die maximal mögliche Darlehenssumme beträgt 10.000 Euro pro Mitglied. Der Kredit ist in 60 monatlichen Raten zurückzuzahlen. Sämtliche Zinsen und Spesen übernimmt – bei regelmäßigem Zahlungsverlauf – die AK Oberösterreich.

Im Vorjahr informierten sich über 200 Interessenten/-innen telefonisch über das Startpaket Wohnen und 6.600 Mal wurden die Infos auf der Homepage aufgerufen. Exakt 74 Mal wurde der gewünschte Darlehensbetrag von der jeweils finanzierenden Bank ausbezahlt. Die durchschnittlich beantragte Kreditsumme betrug rund 3.300 Euro. Die Ersparnis für die Kreditnehmer/-innen ist groß, denn bei dieser Summe und einem Sollzinssatz von beispielweise vier Prozent für einen Kredit über fünf Jahre betragen die Gesamtkosten 700 Euro.

2020 nutzten rund 69 Prozent der Darlehensnehmer/-innen das Startpaket für die Finanzierung von Mietwohnungen. Fast sieben Prozent investierten in eine Mietkaufwohnung und rund 24 Prozent beantragten das AK-Darlehen für die Sanierung einer bestehenden Wohnung – vor allem im Haus der Eltern oder Großeltern. Gerade bei Mietkauf und Sanierung wird das Startpaket mit 10.000 Euro voll ausgeschöpft. Bei Inanspruchnahme des Maximalbetrags und einem Sollzinssatz von vier Prozent, ersparen sich Kreditnehmer/-innen in fünf Jahren 1.400 Euro.

Insgesamt wurden im Rahmen des Startpakets Wohnen in den letzten drei Jahren über 1,15 Millionen Euro Darlehen an junge AK-Mitglieder vergeben. Ein ganz wesentlicher Vorteil ist, dass diese Konsumenten/-innen ohne das Risiko von überhöhten Zinsen und belastenden Spesen einen Kredit erhalten.

„Mit Unterstützung der AK Oberösterreich erfahren die Darlehensnehmer/-innen, wie sorgfältig man mit dem Einkommen umgehen muss, damit sich neben den laufenden Ausgaben auch noch die Rückzahlung eines Kredites ausgeht. Durch die Sicherheit der AK Oberösterreich sind keine Grundbucheintragung und keinerlei Zusatzprodukte, wie zum Beispiel Lebensversicherungen, notwendig, was zusätzlich Geld spart“, erklärt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. Auch Bürgschaften von Freunden oder Familienmitgliedern, die sehr oft zu Problemen führen, können dadurch vermieden werden.

AK OÖ fordert echte Unterstützung für Mieter/-innen

Die AK OÖ fordert eine Gesetzesreform, die mehr leistbaren Wohnraum für Wohnungssuchende und mehr geförderten Bau von Mietwohnungen gewährleistet. Ein neues Mietrecht muss gerecht und transparent sein – und es muss zu niedrigeren Mieten führen.

Die AK OÖ fordert weiters:

  • Corona-Härtefonds für Mieter/-innen
  • Klare Mietzinsobergrenzen für möglichst alle Wohnungen
  • Weniger Befristungsmöglichkeiten für Mietverhältnisse
  • Abschaffung der Maklerprovisionen für Mieter/-innen
  • Einführung von Höchstgrenzen bei Mietkautionen
  • Senkung der Betriebskostenbelastung
  • Wirksame Sanktionen bei gesetzwidrigem Mietzins

Logo: AKOÖ

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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