Erneuerbaren Ausbau Gesetz ist Investition in die Zukunft

WKOÖ-Präsidentin Hummer: Förderungen steigen auf bis zu 1 Milliarde Euro
pro Jahr – schnellere Genehmigungsverfahren sind jetzt umso wichtiger!

Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2030 die Stromversorgung auf 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energieträgern umzustellen. Die WKO Oberösterreich unterstützt den weiteren Ausbau erneuerbarer Energieträger als eine Investition in eine CO2-neutrale Zukunft. „Mit dem lang erwarteten Erneuerbaren Ausbau Gesetz (EAG) wird ein wichtiger Beitrag geleistet, denn es werden stabile Rahmenbedingungen für den zukünftigen Ausbau der Ökostromerzeugung geschaffen“, begrüßt WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer das neue Gesetzes-Paket.

EAG bietet großzügige finanzielle Anreize für Erneuerbaren-Ausbau
Das Erneuerbaren Ausbau Gesetz erhöht den Rahmen für die Förderung von Ökostromerzeugungsanlagen auf bis zu 1 Milliarde Euro pro Jahr über zehn Jahre hinweg. „Dadurch werden volkswirtschaftliche Effekte in Höhe von 30 Milliarden Euro erwartet – das sind großzügige Anreize, um den Erneuerbaren-Ausbau in Österreich voranzutreiben“, so Doris Hummer weiter. „Vor allem für unsere innovativen UnternehmerInnen ist das sehr positiv. Denn von den neuen Regelungen und Fördermechanismen werden sowohl all jene profitieren, die Anlagen zur Ökostrom-Erzeugung betreiben und errichten. Aber vor allem auch all jene Unternehmen, die solche Anlagen bzw. Komponenten dafür herstellen. Und gerade in Oberösterreich haben wir sehr viele Ökotech-Unternehmen – die können durch den Investitionsschub aus dem EAG mit einem kräftigen Auftragseingang rechnen.“

Zusätzlich werden der Netzanschluss der neuen Anlagen und die Errichtung von Elektrolyseanlagen zur Erzeugung von Wasserstoff unterstützt.

Wasserstoff: 500 Millionen Investitionsförderung insgesamt
Das Erneuerbaren Ausbau Gesetz sieht insgesamt 500 Millionen Euro Investitionsförderung für Wasserstoff- bzw. Elektrolyseanlagen für die nächsten zehn Jahre vor, daneben sollen Elektrolyseanlagen für mindestens 15 Jahre von den Netztarifen befreit werden. Es gibt das Bekenntnis der OÖ Landesregierung, Oberösterreich zur Kompetenzregion im Bereich des Wasserstoffs zu machen. Schon jetzt betreibt etwa die voestalpine in ihrem Werk in Linz die weltweit größte Pilotanlage zur Produktion von grünem Wasserstoff. „Da ist das EAG ein wichtiger Impuls – sowohl für die Industrie, als auch für die Forschungslandschaft am Standort Oberösterreich – die Entwicklungen zur Nutzung von Wasserstoff weiter voranzutreiben“, betont WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer. Parallel dazu brauche es Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, um die technologieneutrale Forschung vorantreiben, um neue und nachhaltige Produkte und Dienstleistungen markttauglich zu machen.

Für Infrastrukturausbau müssen Verfahren beschleunigt werden
„Bei aller Freude über die finanziellen Anreize muss aber auch sichergestellt werden, dass der notwendige Ausbau der entsprechenden Infrastrukturen – wie Speicher und Netze – mit dem Ökostromausbau Schritt hält. Dazu brauchen wir unbedingt schnellere Genehmigungsverfahren“, fordert die WKOÖ-Präsidentin. „Wenn wir bis 2030 in unserem Stromnetz 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen haben möchten, dann brauchen wir auch rasche Genehmigungen der dafür nötigen Projekte.“

WK-Erfolg für Saisonbetriebe
Erfreulich ist aus Sicht der WKOÖ, dass saisonale Betriebe und pandemiebedingt geschlossene Betriebe nur noch anteilig – entsprechend den Betriebsmonaten – zu den Kosten beitragen müssen. Das entspricht einer langjährigen Forderung der Wirtschaftskammerorganisation.

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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